Anjin-Do

Anjin-Do

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Gedenkfeier für Myoshin Fenzel

Liebe Freunde, am Montag Nachmittag wird es eine Gedenkfeier für Myoshin Fenzel in Salzburg geben. Rev. Thomas Moser wurde gebeten eine Shinshu Andacht zu halten und Rev. Martens (Jikoji) und ich selber werden Rev. Moser unterstützen. Aus diesem Anlass muss die Abendandacht im Anjin-Do leider ausfallen, da ich dann bereits am Flughafen bin. Wer Sonntag einer Andacht beiwohnen möchte, morgens um Zehn Uhr ist wieder Shoshinge Andacht im EKO Tempel. Über Eure Teilnahme, soweit möglich, würden wir uns freuen. In Gassho

Dienstag, 9. Dezember 2014

Liebe Freunde, heute erhielt ich Nachricht vom Tod unseres Weggefährten Myoshin Friedrich Fenzel aus Salzburg. Nur wenige werden ihn aus dem heutigen Sanghakreis noch kennen, denn Myoshin Fenzel lebte seit Jahren zurückgezogen in seiner Heimatstadt Salzburg. In seinen früheren Jahren jedoch war Friedrich Fenzel ein aktivier, bekennender und hingebungsvoller Vertreter unserer Schulrichtung. Aber damit gab er sich nicht zufrieden. Friedrich Fenzel arbeitete ruhelos am Aufbau eines buddhistischen Zentrums in Salzburg mit und bemühte sich ernsthaft um eine inter-traditionelle Zusammenarbeit bestehender Schulrichtungen in Österreich und Europa. Ich sah Friedrich Fenzel zum letzten Mal im Krankenhaus anlässlich der Jubiläumsfeier des Salzburger Zentrums und seines Ehrentages. Schon damals war es nicht mehr all zugut um seine Gesundheit bestellt und doch war er immer noch an den Aktivitäten der weltweiten Jodo Shinshu Tradition interessiert und wir konnten uns angeregt unterhalten. Auch wenn ich Myoshin nicht wirklich gut kannte und ihm nur dreimal begegnet bin, so möchte ich doch sagen, dass mit ihm einer der Pioniere unserer Tradition von uns gegangen ist. Sein Andenken wird uns erhalten bleiben und wir hier in Deutschland werden zu den Andachten an ihn in besonderer Weise denken. Namo Amida Butsu

Dienstag, 2. Dezember 2014

2015 im Anjin-Do Zentrum

Liebe Freunde des Anjin-Do Zentrums
Am Ende des Jahres 2014 werde ich zu den angekündigten Terminen im EKO - Tempel Düsseldorf sein. Dennoch würde ich auch im Anjin-Do gerne das neue Jahr einläuten und dazu lade ich alle herzlich ein.
Sonntag, den 04.01.2015. Zu diesem Anlass werden wir eine Stunde früher beginnen, also um 16.00 Uhr und nach der Andacht ein gemeinsames Abendessen anbieten.
Gerne würde ich auch weitere Veranstaltungen für 2015 im Anjin-Do mit unseren Mitgliedern besprechen. Vorstellungen und Wünsche sollten wir auswählen und dann auch terminlich festlegen. Meine Vorstellung: Jedes Quartal ein besonderes Treffen mit Andachten und dann zu bearbeitende Themen.
Meine Wünsche wären 
1. Wir üben Rezitieren z. B. das Nembutsu Wasan oder auch Shoshinge
2. Wir beschäftigen uns mit dem Shoshinge, also auf deutsch und was es beinhaltet
3. Das mehr als zwei Leute an den Treffen teilnehmen 
Also, einfach mal den 04. Januar im Kalender vormerken und ich würde mich freuen, wenn ihr mit dabei sein könntet.
In Gassho Chisho Frank

Folgende Termine im EKO-Ji Tempel Düsseldorf

除夜会 Joya–no kane

Mi 31.12.12, Beginn: 21.30 Uhr

Silvester–Feier. Mit Rezitation und 108 Glockenschlägen, die von den Teilnehmern ausgeführt werden. 
Während der Silvester-Feier wird im Foyer eine Fotoausstellung von Koiwa Tsutomu aus Onagawa/Präfektur Miyagi gezeigt. Die Ausstellung dokumentiert einerseits das Leben der Menschen in der Region, andererseits die jahrelange Anti-Atomkraftbewegung vor der Mehrfachkatastrophe im März 2011. Die Ausstellung ist weiterhin bis zum 8.2.15 zu sehen. 
法要終了後、ご参拝の皆様に鐘をついていただきます。

元旦会 Gantan–e

Do 1.1.2015, Beginn: 10 Uhr 
Neujahrs–Rezitation
新年を祝い、一年の抱負を新たに誓う法要です。

Montag, 3. November 2014

DBU Tagung in Düsseldorf 2014

Ich habe am vergangenen Wochenende an einer Tagung der Deutschen Buddhistischen Union zum Thema "Sangha" in Düsseldorf teilgenommen. Und schon wie im vergangenen Jahr, war es für mich eine große Bereicherung, mit so vielen Buddhisten unterschiedlicher Traditionen im direktem Austausch zu stehen. Es gab unterschiedlichste Themen oder Fragestellungen zum Sangha und es wurde in vielen persönlichen Gesprächen darüber gesprochen, was Sangha bedeutet, wie Sangha Wirklichkeit werden kann und wie andere Schultraditionen in ihrem Sangha arbeiten. Am besten gefallen hat mir, dass der Buddha Dharma für viele Menschen von sehr besonderer Bedeutung ist und man persönlich viel Energie und Zeit aufbringt, die dreifache Zuflucht hier in unserem Lande zu leben. Die Vielfalt der unterschiedlichsten Traditionen, große und kleine Gruppierungen, unterschiedlichste Projekte und regelmäßige Praxismöglichkeiten ließen mich immer wieder staunen und ja, auch nachdenklich werden in Bezug auf unseren eigenen Sangha. Besonders wichtig war aber letztlich die Tatsache, dass, obwohl man unterschiedlichste Wege geht, in diesen drei Tagen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entstand und mir nochmal die Wichtigkeit der Deutschen Buddhistischen Union klar vor Augen geführt wurde. Sangha, das sind wir alle, die der Lehre Buddhas in seiner ganzen Vielfalt folgen und die wir uns gegenseitig unterstützen und bereichern können. Übrigens hatten noch viele Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr unseren Besuch im EKO Haus und der damit verbundenen Abendandacht im Gedächtnis und hätten sich auch in diesem Jahr auf einen Besuch im EKO Tempel gefreut. Leider war dies in diesem Jahr aber im Zeitrahmen der Veranstaltung nicht machbar. Auch zukünftig sollen derartige Tagungen in Düsseldorf stattfinden und ich werde mit Sicherheit auch wieder dabei sein. Auch wenn es recht anstrengend ist, drei Tage Hardcore Dharma zu bewältigen, so lohnte es sich aber auf jeden Fall dabei gewesen zu sein. In Gassho Chisho Frank

Dienstag, 14. Oktober 2014

Zwanzig Jahre Tokudo

Liebe Dharmafreunde,
Morgen jährt sich eine Besonderheit zum zwanzigsten Mal. Rev. Jotoku Thomas Moser erhielt seine Tokudo in Japan als Jodo Shinshu Priester!!! Wie den Meisten bekannt sein dürfte, gründete Rev. Jotoku die buddhistische Begegnungstätte ShinDo kurze Zeit später in Bad Reichenhall und machte diese Begegnungstätte zum Zentrum unserer Jodo Shinshu Tradition in Deutschland. Viele Jahre sorgte er dafür, dass unsere Tradition fortbesteht, in dem Land, wo die europäische Jodo Shinshu 1956 seinen Anfang nahm. Rev. Jotoku knüpfte viele Kontakt in der buddhistischen Welt und seinem Wirken verdanken wir die Mitgliedschaft in der Deutschen Buddhistischen Union und der Europäischen Buddhistischen Union. Aber auch Kontakt zu Christlichen Gemeinden bis hin zu muslimischen Gemeinden waren ihm und sind ihm ein echtes Anliegen. Inter-traditionelle Zusammenarbeit und gegenseitige Anerkennung waren für ihn immer eine Selbstverständlichkeit und er hat sehr viel dafür getan und unermüdlich gearbeitet. Auch gegen Widerstände, was man nicht verschweigen sollte, was seine Bemühungen um so wertvoller macht. An dieser Stelle und ganz bewusst öffentlich, möchten wir, die wir ihn kennen und schätzen gelernt haben, von ganzem Herzen gratulieren und uns in tiefer Dankbarkeit vor ihm verbeugen. DANKE Thomas Sensei und möge uns Dein Mitwirken für die Gemeinschaft auch in Zukunft weiterhin erhalten bleiben. Herzlichen Glückwunsch und alles Liebe.                                                                                                                  
 Mit Gassho Dein Dharmafreund im Nembutsu Rev. Chisho Frank Kobs

Namo Amida Butsu
Namo Amida Butsu
Namo Amida Butsu
Namo Amida Butsu
Namo Amida Butsu

Namo Amida Butsu


Dienstag, 30. September 2014

Wenn Jodo Shinshu Buddhisten keine sogenannte Praxis haben, was bedeutet es in Bezug auf ihre Lebensführung?


Erst einmal, Jodo Shinshu Anhänger sind Buddhisten. Sie sind von der Lehre Shakyamuni Buddhas überzeugt und die Tradition ist verwurzelt im Mahayana Buddhismus. Die vier edlen Wahrheiten, auch der achtfache Pfad sind für sie von essenzieller Bedeutung. Diese Wahrheiten zu kennen und sich damit auseinander zu setzen ist sehr wichtig. Warum? Nun, Shinran Shonin sagte, dass nur weil es ein Gegengift, nämlich das Nembutsu gibt, sollen wir nicht wissentlich Gift zu uns nehmen. Die vier edlen Wahrheiten sollten von uns als Spiegel genutzt werden, in dem wir unser Leben und unsere Verhaltensweisen betrachten. Wo immer es uns möglich ist, sollten wir den Anweisungen des Buddhas folgen und unser Leben danach ausrichten. Auch die Sila, wenn auch nicht direkt gelobt und versprochen, gelten für Shinbuddhisten. Nicht töten oder verletzen, nicht stehlen, loyal sein, rechte Rede führen und geist trübende Substanzen vermeiden hilft, Schaden für uns selber und andere zu vermeiden. Was aber ist denn dann so anders? Anders ist, dass wir immer wieder feststellen müssen, dass wir nicht in der Lage sind, zu jeder Zeit mit unserem Verhalten den Anweisungen Buddhas zu folgen. Täglich fehlen wir in Bezug auf Buddhas Lehren und wir werden uns dieser Unzulänglichkeit bewusst. Auch wenn wir uns noch so sehr bemühen, so geht doch irgendetwas immer wieder in die falsche Richtung, weil unser Ego seinen eigenen Weg gehen will. Gier, Hass und Verblendung sind stark in uns und wenn wir ehrlich sind, geben wir diesen Giften auch dann noch nach, selbst wenn wir uns im Vorfeld dessen bewusst sind. Jeder kann das einmal versuchen, bei sich selber festzustellen. Dennoch, wir versuchen die Grundlehren zu beachten und uns danach zu richten. Wenn wir dann wieder einmal daneben liegen, haben wir besonderen Grund zur Dankbarkeit für das Grundgelübde Amida Buddhas, der versprochen hat, selbst Jene bzw. gerade Jene in sein Reines Land zu holen, wenn man voll Vertrauen das Nembutsu spricht und in Buddhas Gelübdekraft vertraut. Namu Amida Butsu

Montag, 29. September 2014

Was ist es, was Jodo Shinshu ausmacht?


Im großen Amida Sutra findet sich folgende Erzählung.
Dharmakara Bodhisvattva war Schüler des Lokeshvararasha Buddhas. Dieser Buddha lehrte den Dharma und sein Schüler Dharmakara entwickelte den Erleuchtungsgeist und nahm sich vor, zum Wohle aller Wesen, ebenso ein Buddha zu werden. So bat er seinen Meister ihm alle Buddhaländer zu zeigen und ihm alle Lehren zu vermitteln. Als Dharmakara Bodhisattva alle Buddhaländer betrachtet hatte, stellte er fest, dass ein jeder Buddha und jedes Reine Land seine Voraussetzungen hatte und nur jene dort hingeboren werden konnten, die diese Voraussetzungen erfüllten. So beschloß der Bodhisattva ein Reines Land zu errichten, wo alle Lebewesen, ohne Voraussetzungen Aufnahme finden würden. So kam es, dass Dharmakara 48. Gelübde vor seinem Buddha ablegte und gelobte, nicht eher zu ruhen,bis er diese erfüllt habe. Weiterhin erzählt das Sutra, dass Dharmakara Kalpas brauchte, um all diese Gelübde zu erfüllen. In dieser Zeit sammelte er unermesslich viele Verdienste an und bewahrte sie zum Wohle aller Wesen. Als Dharmakara letztlich die Erleuchtung erlangte und zu Amida Buddha wurde, hatte er alle 48 Gelübde erfüllt und sein Verdienst-Speicher war gefüllt für alle Zeiten. Im 18. Gelübde versprach Dharmakara Bodhisattva, all jene dereinst in sein Reines Land aufzunehmen, die sich dorthin geboren zu werden wünschen und die vielleicht nur bis zu zehn Mal seinen Namen aussprechen. Ein Gelübde, dass in sich nichts weiter verlangt, als das Vertrauen in dessen Wahrheitsgehalt und in die Kraft dieses Gelübdes. Das ist es, worauf Jodo Shinshu abzielt. Auch andere Schulen des Amida Buddhismus vertrauen auf die 48 Gelübde und dies beinhaltet auch meditative und nicht meditative Übungen. Nur im 18. Gelübde finden wir die Zusage Dharmakaras, der später zu Amida Buddha wurde, dass wir zu keiner Übung fähig zu sein brauchen und dennoch in sein Reines Land hingeboren werden, wenn wir voll Vertrauen in dieses Gelübde den Namen Amida Buddhas aussprechen. Honen Shonin und sein Schüler Shinran Shonin haben dieses Gelübde besonders hervorgehoben und die anderen Gelübde als vorläufige Gelübde betrachtet. Was bedeutet das? In unserer Tradition wird gesagt, dass im Hongan(18.Gelübde) und im Namen (Namu Amida Butsu) alle Verdienste zur Hingeburt ins Reine Land enthalten sind. Kein negatives Karma, keine Hindernisse können unsere Hingeburt beeinträchtigen, wenn wir voll Vertrauen das Namu Amida Butsu aussprechen und dem 18. Gelübde unbedingtes Vertrauen schenken. Dies ist aus menschlicher Sicht nicht einfach, denn wir versuchen immer alles selber zu regeln oder zu kontrollieren. Das aber, so heißt es, hat der Buddha bereits im Vorfeld geahnt und so ist Shinjin (das vertrauende Herz ) ein Geschenk des Amida Buddha selbst. Wenn wir also Namu Amida Butsu sagen, so spricht eigentlich Amida Buddha selber durch uns und ruft uns simultan dazu auf, seinem Gelübde zu vertrauen und den Weg des Nembutsu unbeirrt zu gehen. Namu Amida Butsu, der Namensruf enthält alle Praxis, alle Verdienstübertragung und alle Befreiungskraft. Dies ist die Überzeugung der Jodo Shinshu Lehre. "Namu" ist unser Part und bedeutet, das wir Zuflucht nehmen, "Amida Butsu" ist die Praxis, die vom Buddha ausgeht, beziehungsweise bereits für uns vollendet ist. Honen Shonin lehrte: "Sag das Nembutsu und sei von Amida gerettet". Shinjin ( das vertrauende Herz) kann dabei in diesem Leben bereits erfahren werden,wenn wir bereit sind uns ganz dem 18. Gelübde zu überlassen und voll Zuversicht und mit Freude dem "Namu Amida Butsu" in unserem Leben eine ganz besonderen Platz einräumen. Dies ist eine sehr vereinfachte und kompakte Erläuterung unseres Weges. Aber vielleicht hilft es, unseren Weg des Nembutsu besser zu verstehen.

Sonntag, 28. September 2014

Liebe Freunde,
Prof. Shigaraki Takamaro
1929 - 2014
gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass Prof. Takamaro Shigaraki diese Saha Welt verlassen hat und ins Reine Land gewechselt ist. Prof. Shigaraki war Autor des Buches "Sogar der Gute wird erlöst", was viele von uns in Deutsch gelesen haben. Zur 750 Jahr Feier hatte die deutsche Gemeinschaft die Ehre, Prof. Shigaraki persönlich kennen zu lernen. Nach einer Andacht durften wir ihm Fragen zur Jodo Shinshu Lehre stellen und danach besuchten wir mit ihm ein traditionelles japanisches Restaurant. Shigaraki Sensei gab uns die große Ehre, den Namen Amida Buddha auf eine Myogo Schriftrolle zu kalligraphieren, die wir heute im Anjin-Do in Ehren aufbewahren. Das Treffen und dieses wertvolle Geschenk entsprangen dem Wunsch von Shigaraki Sensei und somit hat er der Deutschen Gemeinschaft seine ausdrückliche Verbundenheit bewiesen. Heute wird in seinem Heimat Tempel die Totenandacht für Sensei gehalten und Morgen erfolgt dann die Beisetzung. Mit seinem Ableben verliert die ganze Jodo Shinshu Gemeinschaft einen herausragenden buddhistischen Scholastiker, Lehrer und Dharmafreund. Wir werden seiner stets gedenken und sind davon überzeugt, dass Prof. Shigaraki nun im Reinen Land auch weiterhin den Wesen den Weg des Buddha Dharma weisen wird. In Gassho Rev. Chisho Frank Kobs
Namo Amida Butsu

Dienstag, 26. August 2014

Nyumonshiki Feier im Anjin-Do

Nyumonshiki Feier im Anjin-Do. Dr. Gavin Hicks aus dem fernen Bayern verbrachte zwei Tage in unserem Anjin-Do Zentrum und wir hatten viele Gespräche bezüglich unserer Jodo Shinshu Tradition. Heute Abend nun vollzogen wir seine Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha und Gavin rezitierte in Anwesenheit von weiteren Sangha Mitgliedern das Jodo Shinshu Bekenntnis. Ich freue mich sehr, dass Gavin den weiten Weg auf sich genommen hat, um hier im Anjin-Do seinen Weg des Nembutsu zubeginnen und ich danke unseren Mitgliedern für ihre Teilnahme und die freundschaftliche Aufnahme von Gavin in unsere Gemeinschaft. Edle Freunde sind der ganze Weg ..., sagte einmal der Buddha. Nichts könnte wahrer sein, denn wir sind alle miteinander verbunden in Namo Amida Butsu. Ich danke Euch für diesen besonderen Tag. In Gassho Chisho Frank
auf dem Bild: Norbert, Michael und Gavin, Aaron machte das Bild und ich muss nicht überall mit abgelichtet werden  Euch allen einen guten Wochenstart

Sonntag, 3. August 2014

Christian Schulze, Mitglied der BGJ-D, besuchte heute das Anjin-Do Zentrum und reiste nur deshalb aus dem fernen Kiel an. Weil Christian nicht häufig die Gelegenheit haben wird, unser Zentrum zu besuchen, hielten wir spontan und mit Freude eine Nyumonshiki Zeremonie ab. Auf diesem Wege möchte ich Christian nochmals herzlich für seinen Besuch im Zentrum danken und möge der Nembutsu Weg für ihn eine Bereicherung in seinem Leben sein. Die Untersützung der Sangha wird dabei eine große Rolle spielen.                      Namo Amida Butsu

Donnerstag, 17. Juli 2014

Wahres Vertrauen

Etwas für auf den Weg in den Tag 
Muss ja auch nicht gleich Heute der Fall sein, aber so grundsätzlich wird es früher oder später eintreten. Wenn man sich darüber im Klaren ist, wird einem die Dringlichkeit der Zuflucht zum Buddha doch etwas bewusster.
Auszug aus:
Hymnen vom wahren Vertrauen von Rev. Zuiken Saizo Inagaki
(Übersetzung von G.Kell) S. 15, 16
Wie eine Zwiebel bestehe ich aus nichts weiter
als aus Hautschichten ohne einen Kern darin.
Ich habe mein ganzes Leben lang darum gekämpft,
diesen Kern, mein wahres Selbst, zu finden.
Habe ich irgendetwas entdeckt?
Amida hat mich bis zur letzten Hautschicht entblößt.
Wo bin ich?
Ein Frühlingslüftchen weht sanft über das grüne Feld.
Ich bin dazu bestimmt, zu sterben;
Eines Tages wird der Tod an mich herantreten.
Amida ist mein Vater und meine Mutter;
Er wacht über mich, beschützt mich und wartet auf mich.
Wie in der Morgensonne
ein Tautropfen auf dem Grashalm schnell vergeht,
So wird auch mein Leben sehr bald beendet sein.
Dann wird mich die Glückseligkeit der Unendlichkeit umgeben,
in Amidas Land, das meine wahre Heimat ist.
NAMU AMIDA BUTSU

Mögen alle frei von Leiden sein

Gerade in den letzten Tagen erreichen uns wieder furchtbare Kriegsbilder aus allen Teilen dieser Welt. Seit mehr als dreißig Jahren bekämpfen sich Israel und Palästina und sie finden einfach keine Ruhe. Aber es gibt noch so viele andere Kriegsregionen in dieser Welt und Millionen von Menschen leiden fürchterlich. Nach den Worten des Buddha, beginnt jeder Krieg in unserem Geist und in unseren Herzen. Auch wenn wir hier vielleicht nicht unmittelbar von all dem Leiden betroffen sind, so können wir doch zum Frieden in der Welt beitragen. Lassen wir nicht zu, dass all diese Gewalt und all dieser Zorn auch in unseren Geist und in unsere Herzen einziehen oder sie uns gleichgültig machen Versuchen wir nicht parteiisch zu sein, denn das Leid der Menschen ist immer auf beiden Seiten zu finden. Hass und Gier bilden sich so leicht, selbst in unserem Alltag. Bemühen wir uns um das Gegenteil und wünschen wir uns von Herzen, dass Frieden, wo auch immer, einkehren möge. Es mag nicht viel sein, was wir da tun können, aber vielleicht wird es in unserem Umfeld etwas friedlicher, harmonischer und vor allen Dingen mitfühlender. Jeder der sich täglich etwas darum bemüht, Hass und Gier im eigenen Geist zu zügeln, trägt dazu bei, diese Welt etwas besser zu machen. Mögen all Wesen, wo immer sie auch sein mögen, frei von allen Leiden sein oder werden. Namo Amida Butsu

Dienstag, 8. Juli 2014

Der edle achtfache Pfad

Liebe Freunde, diesen Beitrag von Genpo Döring würde ich gerne mit Euch teilen. Hier wird der edle achtfache Pfad sehr präzise beschrieben und seine Bedeutung ist auch in der heutigen Zeit von unschätzbaren Wert. Als Jodo Shin Anhänger mag man anmerken, dass es doch mit sehr viel Eigenkraft zu tun hat und Jiriki hier im Vordergrund steht. Tatsache ist aber auch, dass dies der Buddha Shakyamuni gelehrt hat und für Millionen von Buddhisten von großer Bedeutung ist und sie sich bemühen dem Pfad zu folgen. Im "Namu Amida Butsu" ist der ganze Pfad enthalten und so sprechen wir Nembutsu aus Dankbarkeit für die Verdienstübertragung des Amida Buddha. In der persönlichen Erkenntnis, dass der Anspruch des Pfades meine Fähigkeiten übersteigt, bleibt doch die Hochachtung für jeden Übenden, der sich auf diesen edlen Pfad begibt und übt. In Gassho
Der Edle Achtfache Pfad
Dieser Pfad, den der Buddha als Leitlinie zur Erkenntnis und zur Loslösung vom Daseinszwang erläutert hat, umfasst die Grundlagen einer ethisch einwandfreien Lebensführung ebenso wie die tiefsten Einblicke in die Welt-Zusammenhänge und die Praxis der Geist-Gemütsberuhigung.
1. Rechte Einsicht, Verstehen
Wer die Warheit vom Werden-Vergehen völlig verstanden hat, der wird vom Vertrauen in die Buddhalehre erfasst. Die rechte Anschauung oder die klarsichtige Durchschauung der Zusammenhänge zwischen Vergänglichkeit, Unerfreulichkeit und Substanzlosigkeit des Daseins führt zur erkennenden Freiwerdung vom Leiden.
2. Rechtes Denken, Absicht
Selbstlose, hasslose freundliche und friedfertige Gesinnung ist die Folge der rechten Erkenntnis und Anschauung. Das innerliche Gedankenfassen wird beruhigt. Gedanken, Äußerungen und Handlungen werden achtsam klar beobachtet. Ihnen wird nicht mehr das gewohnte Gewicht der Bedeutung beigemessen.
3. Rechte Rede
Wer durch rechte Anschauung und rechte Gesinnung seine Gedanken in förderliche Richtung gelenkt hat, der nimmt Abstand von roher und verletzender Rede, von Lüge und Betrug, von gedankenloser Schwatzhaftigkeit. Seine Rede wird klar, eindeutig, verständlich und mild.
4. Rechtes Handeln
Wer sich in rechter Anschauung, rechter Gesinnung, rechter Rede geübt hat, dessen Handlungen und Taten werden sich verändern. Das Verletzen oder Töten anderer Wesen, das Quälen und Beleidigen, das Ausschweifen oder das Berauschen wird nicht mehr geschehen. Freigiebig und hilfreich wird der Erkennende handeln.
5. Rechter Lebenserwerb
Herstellung, Handel und Gebrauch von Waffen und Drogen sowie der Missbrauch von Tieren sind ausgeschlossen. Kein Schädigen anderer Wesen wird mehr möglich sein. Fürsorge für alle Mitwesen tritt an die Stelle von rücksichtslosem, selbstsüchtigen Streben.
6. Rechte Bemühung
Übles, Unheilsames, das in uns aufsteigt, wird erkannt und abgewendet, noch nicht aufgestiegenes verhindert.
Gutes, Heilsames wird gefördert. Mit Mut und Tatkraft, voll Vertrauen in die Wahrheit wird der Weg gegangen.
7. Rechte Achtsamkeit
Klar, besonnen und aufmerksam werden die Vorgänge im Körperlichen beobachtet, werden die aufsteigenden Gefühle analysiert und begleitet, werden die Gedanken betrachtet, wie sie in endloser Schar aufsteigen und verschwinden, wird die Welt der Wesen und Dinge be-obachtet, wie sie entstehen und wieder vergehen. Wer die Vergänglichkeit und die Substanzlosigkeit auch nur einen Augenblick lang durchschaut hat, der wird frei.
8. Rechte Konzentration, Sammlung
Nach völligem Durchdringen des eigenen Wesens und nach Klärung von Gedanken, Sprache, Taten und Lebensführung wird durch rechtes Bemühen in rechter Achtsamkeit der Geist in meditativer Betrachtung gestillt. Durch vertiefte Geisteskonzentration kommt es zur Stillung des Gemütes, zur unerschütterlichen Gemütsberuhigung in einem Bereich, in welchem Worte nichts mehr beschreiben können.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Das Gute im Unguten sehen

Eine Erkältung dauert vierzehn Tage, mit oder ohne Medikamente, so sagt man wenigstens. Nun, irgendwie haben meine Viren da etwas falsch verstanden, denn die scheinen sich so richtig häuslich eingerichtet zu haben und wenn es auch schon etwas besser geht, so sind die Kleinstlebewesen doch recht hartnäckig. Quasi Hausbesetzer  Wie dem auch sei, in den letzten Tagen gab es dann auch mal so Momente, wo ich mir so dachte, was ist, wenn es nicht besser wird? Was wenn dieser Zustand chronisch oder gar noch Schlimmeres wird? Da läuft man doch schon zur Ärztin, die dann auch alle Pharmazie herausrückt, man bombardiert die Eindringlinge mit allem was geht und doch, man muss warten und geduldig sein. Geduld, auch so ein Thema!! Aber da sieht man es mal wieder. Wir scheinen wirklich alles im Griff zu haben. Sind die Meister unseres Lebens und alles tanzt nach unserer Vorgabe, oder zumindest möchten wir uns das gerne einbilden. Und da kommen da so ein paar Mikroorganismen und schon ist Ende im Gelände. Keine wirkliche Kontrolle, der Körper macht, was er will und man fühlt sich einfach .............., lassen wir das  Im Tannisho heißt es dazu: Auch dies ist unseren Leidenschaften zuzuschreiben: Wir verlangen nicht danach, eilends ins Reine Land zu kommen, und wir fühlen uns beklommen, vielleicht zu sterben, wenn wir einmal ein bisschen erkrankt sind. Es fällt uns schwer, diese Heimat endlosen Leidens zu verlassen, in der wir seit unzähligen Weltperioden bis zum heutigen Tag umherirren und nach dem Reinen Land der Ruhe und reichen Ernährung,
in das wir noch nicht hingeboren sind, können wir uns nicht sehnen: Manchmal finde ich es schon krass, wie genau Shinran Shonin die menschlichen Schwächen doch beschrieben hat und wie wunderbar ist es, in solchen Situationen seinen Rat noch heute konsultieren zu können. Nun, ich denke, ich werde leben, hoffe ich doch mal! Doch sind solche Situationen auch besonders wertvoll, weil sie uns zeigen, wie wenig wir doch tatsächlich im Griff haben und wie fragil doch unser Leben, unsere Gesundheit und auch unsere Überzeugung ist. Diese Überzeugung zu festigen, ja einfach zu Vertrauen, dass sollte unseren Weg auch ausmachen. Namo Amida Butsu, alles wird gut, selbst wenn dass eintreten sollte, was man sich in abstrusen Gedankengängen dunkel ausmalt.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Termine im EKO Tempel Düsseldorf

Juli 2014 – Januar 2015
So 13.07. Morgenandacht 10-11 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Gobunshō, Ansprache
Sa 09.08. Bon–Fest 14-15 Uhr
Sanbujō, Jūnirai, Gobunshō, Ansprache
So 14.09. Morgenandacht 10-11 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Gobunshō, Ansprache
Sa 20.09. Pāramitā-Fest 14-15 Uhr
Sanbujō, Jūnirai, Gobunshō, Ansprache
So 05.10. Morgenandacht 10-11 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Gobunshō, Ansprache
So 09.11. Morgenandacht 10-11 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Gobunshō, Ansprache
Sa 29.11. Hōonkō-Fest 14-15 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Godenshō, Ansprache
So 14.12. Morgenandacht 10-11 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Gobunshō, Ansprache
Mi 31.12. Silvester-Feier (Joya no Kane) 21.30 Uhr
Mit Rezitation und 108 Glockenschlägen, die von den Teilnehmern ausgeführt werden
Do 01.01. 2015 Gantan-e (Neujahrs-Rezitation) 10-11 Uhr
Sanbujō, Shōshin-ge, Gobunshō, Ansprache
Vielen Dank im voraus!
Rev.Eda

Montag, 9. Juni 2014



Wir haben ein neues Oberhaupt unserer Tradition. Sennyo Shonin ist nun Go-Monshu und übernimmt somit das Amt von seinem Vater Sokunyo Shonin! Wir wünschen unserem Oberhaupt alles erdenklich Gute für die Zukunft und möge er die große Jodo Shinshu Sangha mit der gleichen Weisheit und Fürsorge wie sein Vater leiten! Namo Amida Butsu 

Freitag, 7. Februar 2014

Zwei Jahre Anjin-Do Zentrum Mönchengladbach

Heute feierten wir unseren zweiten Anjin-Do Gründungstag. Eigentlich begann alles bereits drei Jahre zuvor, als die Leute sich in meinem Wohnzimmer trafen. Heute habe ich die Ehre unserem Zentrum als Priester zu dienen und darüber freue ich mich sehr. Anjin-Do Zentrum dient der deutschen Jodo Shinshu Sangha als Hauptzentrum und folgt der japanischen Reinen Land Schule der Jodo Shinshu mit Hauptsitz in Kyoto. Aber wir wollen auch an unser vorheriges Shindo Zentrum erinnern. Das Shindo Zentrum diente viele Jahre als Hauptzentrum unserer Tradition und wurde von Rev. Thomas Moser geleitet. Ohne seinen Einsatz, seine unermüdliche Arbeit und Enthusiasmus würde es uns heute nicht geben.