Anjin-Do

Anjin-Do

Sonntag, 30. Dezember 2012


Wir wünschen allen Freunden 
ein gesundes und glückliches Neues Jahr 2013

Happy New Year 2013 to all friends 



Montag, 24. Dezember 2012

Silvester Feier und Neujahrsandacht Im EKO-Haus


除夜会 Jôya–no kane

Mo 31.12., Beginn: 21.30 Uhr 

Silvester–Feier. Mit Rezitation und 108 Glockenschlägen, die von den Teilnehmern ausgeführt werden.

Die 108 Glockenschläge sollen an die 108 "Befleckungen" (j. bonnō 
煩悩) des menschlichen Geistes erinnern (Gier, Hass, Verblendung, Hochmut,...). So wie die Glockenschläge verwehen, mögen sie in unserem Herzen nächstes Jahr hoffentlich etwas abnehmen...
法要終了後、ご参拝の皆様に鐘をついていただきます。 



元旦会 Gantan–e

Di 01.01.2013, Beginn: 10 Uhr
Neujahrs–Rezitation. 
新年を祝い、一年の抱負を新たに誓う法要です

Samstag, 22. Dezember 2012

Weihnachten



Noch vier Tage, dann ist Weihnachten. Weihnachten ist das höchste Fest der Christenheit.
Christen berufen sich auf Jesus Christus als ihren Religionsgründer und als Sohn Gottes.
In die Sprache des Buddhismus übersetzt könnte man vielleicht sagen: Jesus wird von den Christen als Manifestation, als Verkörperung des Dharmakaya, der Soheit, der höchsten Wirklichkeit gesehen.

So wie bei Jodo Shinshu Amida Buddha gesehen wird.
Für die Christen stellt sich die höchste Wirklichkeit als Persönlichkeit dar, die Gott genannt wird.

Für uns Buddhisten ist die höchste Wirklichkeit unpersönlich und formlos.
Weihnachten ist das Fest der Christen. Sollten Buddhisten überhaupt Weihnachten feiern?
Meine Meinung ist: Ja, warum nicht?!
Weihnachten ist ja auch ein Familienfest, eine Gelegenheit, mit seiner Familie zusammen zu kommen.

Ein zweiter Aspekt: Die Gesellschaft, in der wir leben, ist sehr weltlich. Zu Weihnachten bringen gläubige Christen ein bisschen mehr Religiosität bzw. Spiritualität in die Welt.
Warum sollen wir das nicht mit unseren Nembutsus unterstützen; oder indem wir unsere Familie oder unsere Freunde zu einem Gottesdienstes in einer Kirche begleiten.
Den Kaufrausch und Geschenkerausch brauchen wir ja nicht so stark mitmachen.
Stattdessen können wir uns darauf besinnen, dass Jesus Christus vor allem Liebe gepredigt hat. Er ist ein Symbol für bedingungslose Liebe.
Für uns ist Amida Buddha das Symbol für Mitgefühl und Liebe.

In diesem Sinne könnte man vielleicht sagen, dass Jesus Christus und Amida Buddha Kollegen sind.

Rev. Kogyo Ilona Evers, 20.12.2012

Dienstag, 18. Dezember 2012

Gruppenbild der Berliner Sangha und Gäste mit Rev. Kogyo Ilona Evers und Prof. Rev. Mitani
Regelmässige Andachtszeiten und Treffen erfragen Sie bitte unter der angegebenen Kontakt Adresse.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Geht das?


Liebe Dharma Freunde,

Eine  sehr häufig gestellte Frage ist die; „Darf man in der Jodo Shinshu Tradition meditieren?“ oder „Darf ich auch das Herzsutra oder vielleicht buddhistische Mantra rezitieren? Kann oder darf ich andere buddhistische Methoden ausüben, wenn ich der Jodo Shinshu Sangha angehöre?

Nun, die Antwort ist relativ einfach. Wer sollte es denn verbieten können?
 In unserer Tradition des Buddha Dharma wird es wohl kaum jemanden geben, der diese Autorität hätte oder sie anwenden wollte, selbst wenn er es könnte. Jeder Mensch ist für sich in erster Linie verantwortlich und frei in seinen Entscheidungen und Handlungen.

Warum aber, so stellt sich dann die Frage, werden keine Elemente der anderen Schulrichtungen in unseren Gruppen oder im Anjin-Do praktiziert oder angeboten? Die Antwort ist ebenfalls einfach!
Weil wir in der Jodo Shinshu ausschließlich auf die andere Kraft des Hongan vertrauen und jede Form der Eigenkraft zu unterlassen versuchen.  Shinran Shonin verbrachte zwanzig Jahre damit den Weg der Heiligkeit zu gehen und wir dürfen davon ausgehen, dass er genau wusste was er tat und das mit sehr großem Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit. Zwanzig Jahre übte und praktizierte er die schwierigsten Methoden of dem Berg Hiei und doch befand er sich am Ende in einer Sackgasse.  Er erkannte, dass er zu sehr gefangen war in seiner Menschlichkeit und litt extrem unter seinen allzu menschlichen Eigenschaften, die er selber als Leidenschaften (Bonno)bezeichnete.

So fand er schließlich zu Meister Honen, der ihm zum ersten Mal einen Weg aufzeigen konnte, der trotz allem Bonno, doch zur Erleuchtung führen würde. Meister Honen lehrte ihn; „Sprich das Nembutsu und sei von Amida gerettet.“  Von ihm lernte Shinran, dass die Gelübdekraft des achtzehnten Gelübdes jeden zur Befreiung führt, der den Namen des Buddhas ausspricht und sich seiner eigenen Unvollkommenheit bewusst wird. Sich seiner eigenen Unvollkommenheit bewusst zu werden heißt, zu erkennen, dass man nichts, aber auch gar nichts zur eigenen Erleuchtung beitragen kann, so sehr man sich auch darum bemühen mag. In meinem letzten Beitrag zum Shinshu Magazin sprach ich von unserer ICH-Vorstellung und davon, dass wir sie bis an unser Lebensende nicht loswerden können. Die ICH- Vorstellung aber nicht los werden zu können, bedeutet gleichzeitig, die Buddhaschaft nicht erlangen zu können. Denn das ICH will ja immer etwas. Entweder es will  etwas haben, oder aber es möchte etwas loswerden.

Nun, ich möchte nicht bezweifeln, dass es Menschen mit wenig Bonno und wenig negativem Karma gibt. Ich möchte ebenfalls behaupten, dass es Menschen gibt, die den Weg  der schweren Übungen gehen können und vielleicht sogar die Vollendung erreichen.  Doch ebenso bin ich mir sicher, dass es derer nur sehr wenige gibt und jeder muss für sich selber entscheiden, ob er zu den wenigen Fähigen gehört oder nicht.
Der Weg unseres Gründers Shinran Shonin ist der Weg für jene, die sich als völlig unfähig in Bezug auf die Erleuchtung erleben und dennoch bereit sind, den Dharma für sich als Wahrheit zu erkennen. Das Große Sutra, überliefert von Shākyamuni Buddha,  erzählt uns von der Möglichkeit zur Befreiung, durch den Weg des Vertrauens und des Nembutsu.  Der Weg des Nembutsu ist aber frei von jeder Kalkulation und Eigenkraft und mag es noch so ansprechend sein, sich mit Eigenkraft an den schwierigen Übungen zu versuchen.

Shinran Shonin bezeichnete  den Weg des Nembutsu als den einfachen Weg und doch, so der Shonin, ist kein Weg schwieriger als dieser. Warum? Weil das ICH eben glaubt, wenn ich noch dieses oder jenes zusätzlich mache, wird es einfacher, bestimmt interessanter, mache ich besondere Erfahrungen und erweitere  damit meinen Horizont. Tue ich etwas für mein Geisteswohl oder mein psychisches Wohlbefinden.

 Auch dem möchte ich nicht direkt wiedersprechen, doch was wird es uns bringen? Erleuchtet werden wir dadurch nicht und der Geist benutzt das Ganze nur als interessante Spielerei, mit dem er sich beschäftigen kann.

Wie schon so oft von mir erwähnt, jede buddhistische Praxis verlangt Hingabe und Einsgerichtetheit auf den Weg, den man zu gehen gewählt hat. In der Jodo Shinshu ist es der Weg des sich Überlassens und des Vertrauens in Amida Tatagatha und seiner Gelübdekraft.  Wenn also jemand fragt, ob diese oder jenes auch noch geht, neben dem Nembutsu, so muss die Antwort, vielleicht „Ja“ sein, doch einsgerichtet ist dann weder das Eine, noch das Andere.  Der Shonin nannte es vermischte Übung, die nicht wirklich zu empfehlen ist und uns am Ende mehr verwirrt, als das es uns Klarheit verschafft. 

siehe auch: 唯信鈔
Die Essenz des bloßen Vertrauens
von Seikaku Hōin vom Agui-Tempel
auf der Webseite der BGJ-D unter Net-Texte

in Gassho

Rev. Chisho Kobs

Dienstag, 11. Dezember 2012



Dear Dharma friends,

Many occasions in 2012 gave opportunity to share the Dharma and to listen to the teaching of Shinran Shonin, which is so precious to us. But we also shared some very nice casual times together and it fills me with a lot of gratitude to have met so many Dharma friends and some very valuable teachers. To have Friends on the way of Nembutsu, to listen to the teaching transmitted by wonderful teachers is so important and so I would like to thank every single one of you for all the wonderful times we shared with each other.
I would like to express my sincere gratitude especially to Prof. Rev. Sasaki and Prof. Rev Ishida, as well as to Prof. Rev. Aoyama and Rev. Kiribayashi and Rev. Sekiya for all the Support they have given to us while we were preparing and taking part in our Tokudo training in Kyoto. Without their precious help and encouragement it would have been impossible to achieve what we have gained.

I would like to mention a lot more names of friends that have been so helpful, like all the friends from Belgium and Jikoji Temple, but this paper would not provide enough space to mention them all. Still, please allow me to mention two more names of people who took a lot of energy and time to show their sincere friendship to us and the German Sangha. First, Prof. Rev. Toshikazu Arai, who spent more than a month in Germany and Anjin-Do Centre. His advice in so many personal talks and his profound sincerity in matters of the Dharma, his kindness and patience towards us and me, leave´s me with a lot of wonderful memories of the time he spend with us. To put it in plain words, he is a very humble, but for me, one of the most trustworthy and honest Man I´ve ever met.
Then, back in Kyoto we had a kind of wonderful Guardian on our side. She is working at Hongwanji International Centre and her Name is Rev. Masako Sugimoto. She worked so hard and put so much energy into supporting the German Tokudo Candidates that we will never be able to put this into words. You will find it a hard job to find anybody more helpful, friendly and kind as this very special and devoted woman. Now dear friends, we wish you all happy remaining days of 2012 and we send to you our best new year’s Greetings for the upcoming year of 2013.   

May the Buddha Dharma spread and May the calling of the primal Vow be heard by all mankind! May all beings be happy and well!

In Gassho
Rev. Chisho Kobs

35 Jahre buddhistische Gemeinschaft Salzburg
Bericht: von Gakuro Kurt Krammer

Einen Höhepunkt unseres Vereinslebens in diesem Jahr gab es am 10. November mit der Feier des Jubiläums zum 35-jährigen Bestehen der Buddhistischen Gemeinschaft Salzburg, sowie des Jubiläums der Tempelgründung in Lehen vor 14 Jahren. 

Leider konnte Herr MYOSHIN FRIEDRICH FENZL, Pionier des europäischen und insbesondere des Shin Buddhismus, krankheitshalber an der von Gakuro Kurt Krammer, Rev. Jotoku Thomas Moser und  Rev. Chisho Frank Kobs, Tempelpriester im Anjin-Do,  gestalteten Würdigung um seine Verdienste anlässlich seines 80. Geburtstags nicht teilnehmen. Um seine Anwesenheit symbolisch herzustellen, wurde eine Kerze für ihn, den Begründer der BGS, entzündet, an alle bisherigen Vorstände weitergereicht, und vor dem Schrein im Zeichen der Verbundenheit mit ihm niedergestellt.

 Nach der Begrüßung der angereisten Gäste und der Vertreter der Sanghas durch Gakuro Kurt Krammer, und der Rezitation des Dreifachen Gelübdes        Ju Sei Ge, erinnerte sich Bhante Seelawansa Mahathero an die Anfänge des Buddhismus in Österreich, als er vor 30 Jahren während seines Studiums in Salzburg Herrn Fenzl als              Studierenden und Praktizierenden des Reines Land Buddhismus kennengelernt hatte. Seelawansa lobte die Gestaltung der Feier und die zahlreiche Anwesenheit von Vertretern der verschiedenen buddhistischen Richtungen und wünschte alles Gute und Kraft für die Weiterführung der Gemeinschaft. 
Die anwesenden Sprecher und die vorgelesenen Glückwünsche der Gratulanten von ÖBR und EBU betonten immer wieder die Bedeutung Herrn Fenzls und seiner Pionierleistungen, als jemand, der angewiesen war auf nur wenige Quellen, wie etwa dem „Buddhistischen Katechismus“ von 1888. Er war Mitbegründung von Jodo Shinshu im deutschen Sprachraum und der Europäischen Buddhistischen Union, deren Vizepräsident er 1976 bei der EBU Jahrestagung in Scheibbs wurde. Herrn Fenzls Unbeirrbarkeit auf seinem eigenen Weg, und seine gleichzeitige Offenheit für alle anderen Traditionen, haben mit der Gründung der Buddhistischen Gemeinschaft Salzburg nachhaltig für alle Buddhisten und buddhistisch Interessierten eine Plattform zum Austausch mit edlen Freunden ermöglicht.

Die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten am und im Gebäude sei zeitgerecht zum 14-jährigen Bestehen des buddhistischen Zentrums erfolgt, und es wurde allen, die über die Jahre zu seiner Existenz und Gestaltung beigetragen haben, gedankt.

Den feierlichen musikalischen Rahmen der Feier gab Wolfgang Fuchsberger mit seiner Vertonung von Versen aus dem Dhammapada. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Rezitation des Buddhistischen Bekenntnisses der DBU.

Die zahlreich besuchte Feier fand im Gasthaus ‚ Zur Einkehr’ bei einem         gemeinsamen Mittagessen ihren gemütlichen Ausklang.