Anjin-Do

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Montag, 8. Oktober 2012

Aktive Sangha


Liebe Dharma Freunde,

es sind nur wenige Tage seit der Europäischen Shin Konferenz mit dem Thema “die Wichtigkeit der Sangha”.

Sangha ist eines der Drei Juwel zu dem wir Zuflucht nehmen und spielt in einem religiösen Leben eine ganz entscheidende Rolle. Aus diesem Grund möchten wir uns am Dharma Sonntag treffen   (28. Oktober um 14:00 Uhr) und gemeinsam erarbeiten, was wir in Zukunft als Sangha
tun können, was sind unsere Wünsche und wie wird Sangha Leben attraktiv für die Mitglieder.             Also möchte ich jeden Einzelnen einladen, sich mit einzubringen, Vorschläge zu machen und aktiv mitzuwirken. Sangha, das sind wir und was Sangha für uns sein kann, liegt an jedem
einzelnen Mitglied.

Wir haben ein tolles neues Zentrum und die Lehre Buddhas hat nicht nur theoretischen Wert, sondern kann und sollte durch Sangha lebendig werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Mitglieder durch Teilnahme und Ideen an einem aktiven Sangha Leben mitwirken würden.

Übrigens, Freunde und Besucher sind auch immer gern gesehene Gäste.

Mit lieben Dharma Grüßen

in Gassho
Euer
Rev. Chisho Frank Kobs 

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Sei ohne Furcht


von Michael Born

Manchmal übekommt es mich das Nembutsu zu sagen, ohne es zu „wollen“. Und dann habe ein vertrauensvolles, geborgenes, gutes Gefühl – bis sich der Kopf wieder dazwischenschaltet. Wirst du dieses Gefühl aufrecht erhalten können?

Kannst du es kultivieren? Ist das jetzt das Geschenk, oder nicht? Wirst du es wohl am Lebensende, auf deinem letzten Lager haben? Das wäre wohl sehr wichtig! Oder wirst du in der letzten Minute von Zweifeln geplagt sein und das Ziel verfehlen? War dann alles umsonst? Hat der ganze Buddhismus dann doch nichts gebracht? 

Wie furchtbar das wäre. Müßige Fragen und Antworten. Ein Beschäftigungstherapie des Geistes.
Wie komme ich eigentlich darauf, dass dies das letzte Szenario sein wird? Ich, mit 90 Jahren im Bett liegend, um Vertrauen ringend, welches unbedingt vor dem letzten Atemzug da sein MUSS. So als hätte ich einen Marathonlauf hinter mir, bei dem es ein klares Ziel am Ende gibt. Ein finales entweder/oder.
Wie realitätsfern. Nichts ist sicher. Vielleicht bin ich in zwei Minuten tot.

Nehmen wir an, ich sage JETZT gerade „Namo Amida Butsu“, fühle mich voller Vertrauen und Glück und der Schlag trifft mich in genau dieser Sekunde. Und dann? Habe ich es dann doch „geschafft“? Wäre der Ausgang dann wieder anders, als bei dem 90 Jahre Szenario?
Wieder nichts als Gedankenspielerei. Wahr ist: ich weiss nicht was kommt.Und wahr ist auch: ich bin hier und jetzt. 

Und wenn „Namo Amida Butsu“ JETZT gerade gut ist, dann ist das so. Kein Grund an die nächste Sekunde oder die nächsten Jahrzehnte zu denken. JETZT! !

Sei ohne Furcht.
Namo Amida Butsu!