Anjin-Do

Anjin-Do

Samstag, 15. Oktober 2011

Komm und sieh selbst und höre die Lehre Buddhas

Herzlich Willkommen im EKO-Haus
Zentrum für japanischen Buddhismus
und japanischer Kultur
BUKKYO DENDO KYOKAI
Society for the Promotion of Buddhism

Brüggener Weg 6, 40547 Düsseldorf




Prof. Rev. Takao Aoyama Sensei
freut sich über Ihren Besuch






Im Hondo halten wir unsere Andacht
und hören die Lehre Buddhas



Eingang des EKO - Hauses
Bitte kommen Sie herein



Immer dem Wegweiser nach


Prinz Shotoku



Japanischer Garten
ein Besuch lohnt sich immer








EKO-Haus im Jahre 2000 mit Prof. Rev. Muneto Sonoda Sensei
Besuch von edlen Freunden





Zazen im EKO -Haus
jeden Freitag,
Interessierte sind herzlich willkommen

Im EKO-Haus der Japanischen Kultur

月例勤行 Morgenandacht
So , 13.11., 11.12.

Beginn: 10 Uhr, EKŌ-Tempel

Öffentliche Morgenandacht mit einer Rezitation des Shōshinge von Shinran.
定例勤行として毎月1回日曜日に本堂で正信偈をお勤め致します。

報恩講 Hōonkō–Fest

Sa 26.11, Beginn: 14 Uhr (Dauer etwa 1 Stunde), EKŌ-Tempel

Fest zum dankbaren Gedenken an Shinran
浄土真宗の宗祖親鸞聖人のご命日にちなみ、聖人の遺徳を讃える法要です。

お内仏ての読経 Abendandacht am Hausaltar
Jeden Donnerstag außer in der geschlossenen Zeit

Beginn: 18 Uhr, Priesterwohnung im EKO-Haus Düsseldorf

Die Abendandacht findet vor dem Hausaltar in der Priesterwohnung statt. Wir halten Rezitationen und lesen aus dem Buch Die Lehre Buddhas. Diese Zusammenkunft soll einen Einblick geben in den privaten alltäglichen Dienst eines Shin-buddhistischen Priesters. Auch Nicht-Shin-Buddhisten sind herzlich willkommen.
和室に備えたお仏壇で週1回、短いお経をお勤め致します。

Once in a life

Dear Friends in Dharma

From the 8th till the 11th of September 2011 we all were called to Kyoto in order to have our European Shinshu Pilgrimage and Conference due to the 750th Memorial of our founder Shinran Shonin. Shinshu followers from seven European countries attended this gathering and it is of no exaggeration to say that it was indeed a once in a lifetime event. Thanks to the enormous efforts of IABC and the Hongwanji administration we all were made very welcome and we all were taken care of in an outstanding manner.



Even month in advanced Prof. Esho Sasaki and Prof. Hoyu Ishida took great care in organizing this event and both answered many questions and sorted out many difficulties. We all owe to them our deepest appreciation and gratitude. Let me add, that we want to thank all evolved staff of the IABC and Hongwanji International Center and that we are aware of the many work they all had in making this Pilgrimage such a wonderful event.

But our thanks are also directed to Rev. Jérôme Décor and Rev. Fons Martens, who on the European part took many efforts to make this event a very enjoyable and inspiring opportunity for all of us.

As mentioned in the previous articles, this happening in Kyoto will surely be in our minds for many years, especially because, so many highlights were made possible to experience for us. To me, one of the highlights was, that as a European Community we shared a mutual time in a wonderful environment and had the opportunity to show, that there is a European Sangha, which is very much alive and is willing to cooperate with each other in order to spread the wonderful teaching of Shinran Shonin and of our Hongwanji Tradition.

In closing I want to thank every single participant for the time we were able to share with each other. Thank you for many precious talks, individual encounters and discussions and the mutual Nembutsu practice at various occasions we shared in the land of Master Shinran Shonin.

Namo Amida Butsu

In Gassho and in Dharma Friendship
Chisho Frank Kobs

Eine Reise in das Land der aufgehenden Sonne



Am 3. September brach ich von Amsterdam auf, nach Osaka/Kansai und dann weiter mit dem Zug nach Kyoto, der alten Hauptstadt des Landes.

Ich war zuvor noch nie in Japan gewesen, so dass ich nicht wußte, was mich erwartet.
Die fürsorgliche Freundlichkeit der Menschen hat mich tief beeindruckt. Ein junger Mann trug meinen Koffer die Treppen hoch, eine Dame gab sich größte Mühe, uns zu erklären, wo man sicher eine stark befahrene Straße überqueren konnte,Fremde, die freundlich grüßten, Taxifahrer, die mir den Vortritt ließen usw..Ich könnte dem noch vieles mehr hinzufügen.

Für mich war das Hotel, ein japanisches Ryokan, mit einigen westlichen Annehmlichkeiten und einer sehr freundlichen Mannschaft, genau der richtige Platz.
Am ersten Tag besuchte ich den Nishi Hongwanji, Muttertempel der Jodo Shinshu Gemeinschaft.
Ein sehr zuvorkommender Priester begrüßte mich auf englisch und fragte , ob er mir helfen könnte und ob ich vielleicht an einer Tempelführung interessiert sei. Nach dem ich mich aüßert nett mit ihm unterhalten habe, setzt ich meine Erkundungstour fort.Die Größe und Schönheit des Tempels beeindruckte mich außerordentlich.Viele Leute bewegten sich auf dem Tempelgelände, meistens Japaner. So fühlte ich mich gleichzeitig fremd und doch dazugehörig.Später traf ich dann auf unsere Leute und danach auf andere Mitglieder aus Europa, die zur Konferenz angereist waren.
IABC hatte für ein wunderbares Programm gesorgt. Von den verschiedenen Präsentationen über einen Ausflug zu den historischen Orten, wo Shiran Shonin gelebt und gearbeitet hatte, bis hin zu einem köstlichen Abendessen, an dem Shimon-sama,( Sohn von Monshu Ohtani Koshin, Oberhaupt der Shinbuddhistischen Gemeinschaft) teilnahm. Am nächsten Tag nahmen wir alle an dem großen Festakt und Andacht zur 750 Jahrfeier von Shinrans Geburtstag teil.

Viele Menschen waren anwesend, und wir hatten endlich nicht das Gefühl, eine Insel in der Menge von verschiedenen Religionen und Strömungen, zu sein. Es folgte die Kikyoshiki Zeremonie(Zufluchtnahme), bei der ich meinen Sanghanamen bekam. Das war der wohl allerschönste Moment.
Am Montag dann hatten die belgischen und deutschen Mitglieder, die einmalige Gelegenheit, einen Vortrag und einer Diskusion mit Prof. Takamaro Shigaraki beizuwohnen. Das Thema befasste sich mit dem Verständnis des“Nembutsu“ ,wie es von Shinran gelehrt worden war.Trotz seines hohen Alters von 85 Jahren, legte Prof. Shigaraki seine Ausführungen da und beantwortete unsere Fragen, mit der Geduld eines wahrhaften Lehres, obwohl er sie wahrscheinlich bereits eine millionmal gehört hat.Einem solchen Meister zuhören zu dürfen, ist ein großes Glück.

Nichts hat Bestand, so mußte auch ich wieder nachhause zurückkehren.
Doch ich besitze jetzt einen Schatz von Erinnerungen, von Tempeln, die ich besichtigte, von Freunden, die ich fand und Bekanntschaften, die ich machte. So viele kostbare Momente, die sich wie die Perlen eines Nenju aneinander reihen, um zusammen das einmalige Gefühl zu entfalten, das die Umarmung Amidas spürbar macht.Amida, der in unser Dasein hineinreicht, wie Sassaki-Sensee
es so treffend in seiner Präsentation darlegte.

Mit tiefer Dankbarkeit nehme ich dies alles mit und möchte an dieser Stelle nochmal allen beteidigten vom Nisi Hongwanji und dem IABC meinen herzlichsten Dank aussprechen.

Danke Japan, dass ich von Dir lernen durfte.

Namo Amida Butsu, in Gassho, Myoji-Josefine Hopf

Dienstag, 4. Oktober 2011

Tannisho § 5 und § 9


Deutsche Übersetzung: Tannisho.pdf
Ü: Muneto Sonoda (§1-§7), Takao Aoyama (§8-§12)

[5]
Ich, Shinran, habe bisher kein einziges Mal das Nembutsu für die Seele der
erstorbenen Eltern rezitiert. Denn alle beseelten Wesen sind im Kreislauf vergangener
Leben irgendwann einmal meine Eltern und Geschwister gewesen. Jedes von ihnen
muss ich als Buddha erretten. Sollte das Nembutsu ein Verdienst sein, das durch
unsere eigene Kraft geleistet wird, könnten wir sie erretten, indem wir für sie das
Nembutsu sprechen. Da es aber nicht zutrifft, müssen wir unsere Eigene Kraft
loslassen und nicht säumen, die Erleuchtung des Reinen Landes zu erlangen, um
danach durch die ungehinderte Kraft des Buddhas ebenso die uns Nahestehenden, in
welche der durch das Karma verursachten Qual der sechs Wege und vier Geburten sie
auch versunken sein mögen, erretten zu können.

[9]
Einmal fragte ich ihn: ”Wenn ich auch das Nembutsu spreche, verspüre ich doch selten
Entzücken oder Freude. Ich habe auch kein Verlangen, eilends ins Reine Land
hinzugehen. Woran liegt das nur?”

Er antwortete: ”Ich hatte im Herzen denselben Zweifel wie Du, Yuien. Wenn wir
darüber gründlich nachdenken, so müssen wir zur Einsicht gelangen, dass unsere
Hingeburt umso gewisser ist, gerade weil wir uns nicht einfach über das freuen
können, wofür wir eigentlich vor Freude auf Erden tanzen und zum Himmel springen
sollten.

Es sind die Leidenschaften, die uns bedrücken und nicht froh werden lassen, obwohl
wir uns eigentlich freuen sollten. Dies hat Buddha aber schon längst vorausgesehen
und uns als gewöhnliche Wesen voller Leidenschaften bezeichnet. Deshalb können wir
erkennen, dass das barmherzige Gelübde der Anderen Kraft gerade für solche Wesen
wie uns bestimmt ist, und fühlen uns dadurch zuversichtlicher.
Auch dies ist unseren Leidenschaften zuzuschreiben: Wir verlangen nicht danach,
eilends ins Reine Land zu kommen, und wir fühlen uns beklommen, vielleicht zu
sterben, wenn wir einmal ein bisschen erkrankt sind. Es fällt uns schwer, diese Heimat endlosen Leidens zu verlassen, in der wir seit unzähligen Weltperioden bis zum
heutigen Tag umherirren und nach dem Reinen Land der Ruhe und reichen Ernährung,
in das wir noch nicht hingeboren sind, können wir uns nicht sehnen: Wie stark
wuchern doch diese Leidenschaften! Mag der Abschied uns auch schmerzlich sein, wir
können in jenes Land erst eintreten, nachdem unsere Beziehungen zu dieser leidvollen
Welt erloschen sind und wir entkräftet auf das Ende zugehen.

Buddha Amida erbarmt sich im Besonderen gerade derer, die sich nicht danach
sehnen, schnell in Seinem Land geboren zu werden. Gerade deshalb können wir uns
dem Großen Gelübde der Barmherzigkeit anvertrauen und unserer Hingeburt sicher
sein.

Wenn man aber Entzücken und Freude empfinden sollte und sich nach schneller
Hingeburt sehnte, ist es doch zweifelhaft, ob man dies ohne Leidenschaft tut.” So
sprach Shinran.

Liebe Freunde im Dharma,

der Tod unseres Dharma Freundes Kosa Kiss Sandor führt uns wieder einmal vor Augen, wie vergänglich dieses Leben doch ist und wie unerwartet das Ende unserer Tage kommen kann. In wenigen Tagen werde ich mein 47. Lebensjahr vollendet haben und es wird mir immer mehr bewusst, dass so manch Bekannter, selbst in meinem Alter, bereits dieses Leben verlassen hat.

Ganz normal verstrickt in unserem Alltag sind wir häufig versucht diese Tatsache des Lebens zu verdrängen und wir sind beschäftigt mit unseren Plänen, Hoffnungen und Vorbereitungen für später. Aber wird denn Später auch eintreffen? Viel zu selten denken wir darüber nach, dass schon Morgen alles vorbei sein kann und wenn wir einmal ehrlich sind, dann wollen wir es auch gar nicht wissen.

Meister Rennyo weist uns eindringlich auf die Tatsache des jetzigen Lebens hin, darauf, dass es grundsätzlich sehr schnell vorüber zieht und wir auf ein Morgen bestenfalls hoffen können, nur eine Garantie auf Morgen, die gibt es nicht. Alles was uns heute noch so wichtig und bedeutend scheint, kann Morgen jede Relevanz für uns verlieren. All unsere Pläne und Hoffnungen lösen sich auf, wenn unser Leben ein mehr oder weniger plötzliches Ende findet.

Die Lehre des Buddhas drängt deshalb auf den einen und jetzigen Moment indem wir leben. Heute oder jetzt ist der Moment, der unser Leben ausmacht und wir sollten versuchen, diesen und jeden Moment so zu leben, dass wir selber Glück empfinden und andere zu diesem Glück verhelfen.

Dies ist sicher nicht immer einfach und der Alltag hat uns fest im Griff, aber gerade deshalb ist die Botschaft Shinran Shonins so tröstend und gibt uns Hoffnung in einem Leben voller Unzulänglichkeit, Angst und Sorge. Wenden wir uns in unserem alltäglichen Leben der Gelübdekraft Amida Buddhas zu und beherzigen wir den Rat Rennyo Shonins, dass einzig wirklich Wichtige im Auge zu behalten. Unsere Hingeburt ins Reine Land der Freude. Sprechen wir also vertrauensvoll das Nembutsu und wünschen wir uns fest, ins Reine Land geboren zu werden. Wenn es unser Karma dann auch letztlich bestimmt, dass wir den morgigen Tag vielleicht nicht erleben dürfen, so dürfen wir doch gewiss sein, das der Amida Buddha uns in seinem Land des Friedens willkommen heißen wird, wo wir alle Pläne, Hoffnungen und Wünsche abgeben können, weil wir sie dann einfach nicht mehr brauchen.

Namo Amida Butsu

in Gassho
Chisho

Sonntag, 2. Oktober 2011

"Weiße Asche"


aus den Briefen Rennyos

Betrachten wir das dahinschwindende menschliche Dasein genau: nichts ist so unbeständig wie unser Leben, das anfängt, verläuft und endet wie ein Traum. So haben wir noch nie gehört, dass jemand 10 000 Jahre lang lebte. Unser Leben vergeht schnell. Wer behält seinen Leib schon über 100 Jahre? Und wir wissen nicht, wer zuerst stirbt, ich oder ein anderer, oder ob es heute oder morgen sein wird. Es heißt, dass die Zahl derer, die früher oder später dahinschwinden, größer ist, als die Anzahl der Tautropfen, die sich morgens auf den Grashalmen sammeln. Wir sind Wesen, die morgens noch rosige Gesichter haben und am Abend nur noch weiße Asche sind. Wenn der Wind der Vergänglichkeit heran weht, schließen sich unsere beiden Augen und unser Atem hört auf ewig auf. Das rosige Gesicht verwandelt sich und sein Pfirsichen- und pflaumengleicher Glanz ist verloren. Dann kommen die Verwandten zusammen, klagen und trauern vergebens. Da es nicht anders geht, begleiten sie den Toten ins Feld und verbrennen ihn. So wird er zum Rauch der Nacht und was von ihm bleibt sind lediglich weiße Knochen. All dies nur erbärmlich zu nennen, wäre zu wenig. Darum, weil im flüchtigen Menschenleben der Tod nicht zwischen jung und alt unterscheidet, sollte sich jeder der einzig wichtigen Angelegenheit schnellstmöglich zu Herzen nehmen, nämlich unsere zukünftige Hingeburt ( unser Leben nach den Tod), und sich dem Buddha Amida von Grund an anvertrauen und das Nembutsu rezitieren.

Hochachtungsvoll

Namo Amida Butsu

"WHITE ASHES"

"WHITE ASHES"
from Rennyo's Letters

translated by Hisao Inagaki et al



When I deeply contemplate the transient nature of human life, I realize that, from beginning to end, life is impermanent like an illusion. We have not yet heard of anyone who lived ten thousand years. How fleeting is a lifetime!

Who in this world today can maintain a human form for even a hundred years? There is no knowing whether I will die first or others, whether death will occur today or tomorrow. We depart one after another more quickly than the dewdrops on the roots or the tips of the blades of grasses. So it is said. Hence, we may have radiant faces in the morning, but by evening we may turn into white ashes.

Once the winds of impermanence have blown, our eyes are instantly closed and our breath stops forever. Then, our radiant face changes its color, and the attractive countenance like peach and plum blossoms is lost. Family and relatives will gather and grieve, but all to no avail?

Since there is nothing else that can be done, they carry the deceased out to the fields, and then what is left after the body has been cremated and has turned into the midnight smoke is just white ashes. Words fail to describe the sadness of it all.
Thus the ephemeral nature of human existence is such that death comes to young and old alike without discrimination. So we should all quickly take to heart the matter of the greatest importance of the afterlife, entrust ourselves deeply to Amida Buddha, and recite the nembutsu.

Humbly and respectfully.

Namo Amida Butsu


Dear Dharmafriends,

With shock I received this message on my face book account.
In the name of the Buddhist Association Jodo Shinshu Germany we want to express our deepest condolences to Sándor Kósa-Kiss family. Only a few weeks back we shared the once in a lifetime event of the 750th memorial with him in Kyoto. He will be in our hearts and in our mind until we meet him again in the Pure Land.

Shaku Senshi will be waiting there to greet us in the Land of Bliss.

Namo Amida Butsu

In Gassho
Chisho Frank Kobs


Dear Sir

With an aching heart I announce the death of our loved friend Dr. Kósa Kiss Sándor Phd, who passed away with a tragic sudden in the early morning of 29 September.
He asked me in person, if he would ever lose his life, I should definitely let you all know.

Kadosa Varga