Anjin-Do

Anjin-Do

Montag, 22. August 2011

Shindo Zentrum



Dear Friends in Dharma

With this letter we would like to inform you that our german Centre “Shindo” in Bad Reichenhall will move to a new address in December this year.

Almost two weeks ago Anjin-Do centre got an offer to rent a flat in the same house. We have decided to use it for “Shindo Centre”. This place offers a lot more space then the place in Bad Reichenhall and has all the facilities of a normal flat. The place will solely be used as a Dojo/Centre and is now rented by the Buddhist Association Jodo Shinshu Germany. Due to its location, it´s close to Düsseldorf (30km), it will be accessible for all our members in Germany on a much easier level. Friends from abroad will find this suitable as well.

With this move, we, the managing board of BGJ-D and Rev. Moser hope for a fresh start of “Shindo Centre” and we will invest all our energy to further spread the teaching of the Jodo Shinshu tradition in our country - in a new place.

With this Shindo and Anjin-Do Centre will be under one roof and in the same house. The Centre will be taken care of by Mr. Chisho Frank Kobs. Rev. Jotoku Th. Moser will be present at the centre several times a year and conduct services and Seminars. He will also continue his Dharma work in Bad Reichenhall at the Salzburg Buddhist Centre and within the EBU, DBU and other buddhist umbrellar organisations.

“Shindo Centre” will be re-opened at the 3rd till the 5th of February 2012. To this opening ceremony all friends are invited. A separate letter of invitation will follow in time.

Dharma greetings

in Gassho
Chisho Frank Kobs


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Liebe Freunde der Buddhistischen Gemeinschaft Jodo Shinshu Deutschland

Wie vielen bekannt ist, feierte die Buddhistische Begegnungsstätte „Shindo“ in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen in Bad Reichenhall. Fünfzehn Jahre haben Rev. Jotoku Thomas Moser und seine Frau Helga Moser, sowie die Shindo Sangha Mitglieder vor Ort, die Begegnungsstätte getragen, unterstützt und über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Die wertvolle und verdienstvolle Arbeit, die von den Freunde in Bad Reichenhall geleistet wurde, ist mit einfachen Worten nur unzureichend zu beschreiben und verlangt unser aller Respekt, aufrichtige Hochachtung und tiefe Dankbarkeit.

Als Buddhisten wissen wir um die Vergänglichkeit aller Dinge und auch unser gemeinschaftliches Zentrum „Shindo“ in Bad Reichenhall macht da keine Ausnahme.

Vor einiger Zeit wurde der Anjin-Do Sangha in Mönchengladbach ein Mietraumangebot gemacht. Das Mietangebot bezog sich auf eine 2 Zimmerwohnung (ca.70qm) direkt über dem Anjin-Do.

Da Anjin-Do sich in meinen Privaträumen befindet, entstand der Gedanke, dass das Deutschland Zentrum „Shindo“ in einer neuen Umgebung, mit mehr Raum und in zentraler Deutschlandlage vielleicht eine erweiterte Perspektive findet.

So tagte der Vorstand, gemeinsam mit Rev. Jotoku Moser, mehrere Tage und kam, nach aller Abwägung zu dem Entschluss, die Begegnungsstätte „Shindo“ nach Mönchengladbach zu verlegen, um dem Zentrum unserer Gemeinschaft einen neuen Start auf eine weitere Zukunft zu geben. Dieser Entschluss wurde einstimmig im Vorstand und mit Rev. Jotoku Moser gefasst. Er garantiert den Fortbestand des „Shindo“ für die BGJ-D Gemeinschaft und für die Jodo Shinshu Tradition in Deutschland.

Der Mietvertrag für die neuen Räumlichkeiten wurde also, vertretend für die BGJ-D, unterzeichnet und der bisherige Raum für den „Shindo“ gekündigt.

Der Umzug des Shindo Zentrums findet im Dezember dieses Jahres statt.

Nach Einrichtung und Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten, soll die Einweihungsfeier, gekoppelt mit der jährlichen Mitgliederversammlung,
vom 03. bis 05. Februar 2012 stattfinden.

Bereits jetzt möchten wir alle Freunde und Weggefährten hierzu herzlich einladen. Eine gesonderte Einladung erfolgt dann noch zeitnah.

Selbstverständlich wird der neue/alte „ShinDo“ auch weiterhin mehrmals im Jahr von Rev. Jotoku Moser besucht und unterstützt und auch seiner Dharma Arbeit für die Gemeinschaft in Bad Reichenhall wird er weiterhin nachkommen. Hierbei erhält er alle Unterstützung seitens des Vorstandes und der Gemeinschaft.

Die Begegnungsstätten Shindo und Anjin-Do werden also zukünftig unter einem Dach vereint sein und als deutschlandweites Zentrum der BGJ-D e. V. die Lehren der Jodo Shinshu Tradition und des Buddha Dharma weitertragen.


Mit freundlichen Grüßen im Dharma

Frank Kobs

Vorstandsvorsitzender der BGJ-D e.V.

Freitag, 19. August 2011

Buddhismus der anderen Kraft


Auszug von "Amidas Mitgefühl"
Vortrag zum Mitgliedertreffen 2009 von Marc Nottelmann-Feil

Nicht der Mensch kommt zum Buddha, sondern der Buddha kommt zum Menschen. Dies ist der wichtigste Aspekt des gesamten Amida-Buddhismus. Dabei gibt es für das Kommen des Buddha allerdings eine Schwierigkeit: der Mensch erkennt den Buddha nicht, da er sich in einem verblendeten Zustand befindet (j. bonnōshō), der gar nicht zulässt, Dinge zu sehen, die über das menschliche Maß hinausgehen.
Das gewöhnlicheWesen - auf japanisch: Bonbu - zieht in seinem Denken gleichsam alles auf seine eigenes Niveau herab. Stünde der Buddha in Person vor einem Bonbu, so würde dieser einfach „Guten Tag!“ sagen und weitergehen.
In der Geschichte aus dem Vimāna-Vatthu geschieht genau das nicht. Obwohl der Brahmanensohn im Hass auf den Buddha erzogen ist, erkennt er ihn sogleich als Buddha und ist wegen seinem Kommen sofort „im siebten Himmel“.Warum bleibt er diesem safrangelb gekleideten Mönch gegenüber nicht gleichgültig oder ruft sogar verärgert aus: „Der hat mir gerade noch gefehlt“?

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Der Buddha hat vorausgesehen, dass der Brahmanensohn sich freuen würde, sonst hätte er sich die Begegnung sparen können. Die Freude ist damit aber noch nicht begründet. Sie muss nach buddhistischer Lehre an den in der Vergangenheit gesammelten Verdiensten des Brahmanensohnes liegen, an die der Buddha nun anknüpfen kann. Aber wie ist es überhaupt möglich, dass der Brahmanensohn Verdienste
aus der Vergangenheit besitzt? Wenn man sich seinen gegenwärtigen Zustand ansieht, kann man kaum glauben, dass dieser Bonbu auf diese Begegnung in irgendeinem Sinne „hingearbeitet“ haben sollte. Er ist bis jetzt bloß in Samsara hin- und hergekurvt wie ein Blinder, der auf dem Jahrmarkt Autoskooter fährt.
Wie sind diese Verdienste also entstanden? Die Antwort lautet: Wenn es nicht Zufall war (und Zufall gibt aus der Perspektive eines Buddha nicht), so muss ihnen irgendeine Form vonWissen zugrunde gelegen haben. Und wenn der Bonbu ein solches Wissen von Anfang an nicht besitzt, so müssen seine Verdienste(j. shukuen) unter der Regie eines Wissenden zustande gekommen sein, d. h. irgendeines Buddha (der Vergangenheit). Nicht der Bonbu stellt also einen langfristigen „Erlösungsplan“ für sich auf. Es ist nicht das Kalkulieren (j. hakarai) von Seiten des gewöhnlichenMenschen, das die Befreiung letztlich erwirkt,
sondern das Kalkulieren von Seiten des Buddha (bzw. der Buddhas).
Diese letzten Gedanken findet man natürlich nicht mehr explizit in einem Text des Pālikanons wie dem Vimāna-vatthu. Sie stellen eine Verschärfung, eine Radikalisierung des Buddhabildes gegenüber dem frühen Buddhismus dar, die ich beinahe als dasMarkenzeichen des Amida-Buddhismus bezeichnen
möchte, denn hier kommt die Andere Kraft ins Spiel. Es irrt der Mensch, solang er strebt….

Der Mensch glaubt, dass er alles aus eigener Kraft schaffen kann, und spricht zu sich: „Ich gehe meinen Weg zur Buddhaschaft“. Aber die Buddhaschaft ist kein Ziel wie das Bauen und Refinanzieren eines Hauses, ihr liegt eine ganz andere Dimension zugrunde, und darum lässt sich nichts forcieren: Niemand geht den Weg
zur Buddhaschaft! – Wenn man überhaupt eine personhafte oder genauer gesagt dualistische Redeweise wählen will (und solange wir bloß kontemplativ nachdenken und die menschliche Sprache verwenden, können wir das nicht vermeiden), dann ist es der Buddha, der geht. Alles wird in diesem Sinne vom Buddha geschenkt. Im Japanischen spricht man vom „Großen Gehen“ bzw. der „Großen Übung“ des Buddha (j. daigyō), im Gegensatz zum „Nicht-Gehen“ (j. higyō) des Menschen. Der Mensch, so heißt es,
soll alles Denken an die eigene Kraft aufgeben und sich ganz der Anderen Kraft des Buddha anvertrauen.

Dies geschieht nach dem Ratschlag vieler japanischer Meister am besten in der einfachsten und törichtsten Form, nämlich als bloße Anrufung des Namens Amidas. (Dieses sogenannte shōmyō nembutsu wird übrigens nicht wie ein Mantra abgezählt, denn es ist ja keine Übung.)

Sonntag, 14. August 2011

Tannisho Kapitel 7- 9

Übersetzung von Prof. Rev. Muneto Sonoda (§1-§7), Prof. Rev. Takao Aoyama (§8-§12)


[7]
Das Nembutsu ist ein Weg ohne Hindernisse. Soll ich das begründen, so sage ich, alle
himmlischen Götter wie alle irdischen Geister unterwerfen sich dem gläubig Übenden
ehrerbietig: Die teuflischen wie die nichtbuddhistischen Mächte bereiten ihm keinen
Schaden. An ihm übt auch keine belastende Sünde ihre karmische Vergeltung; es
übertrifft keine andere gute Tat das Nembutsu. Deshalb ist das Nembutsu ein Weg
ohne Hindernisse.
[8]

Das Nembutsu ist für die Praktizierenden weder eine Übung noch ein gutes Werk. Es
ist Nicht-Übung, weil es geleistet wird, ohne dass man es sich selbst zurechnet
(hakarai). Und weil es ohne Selbst-Zurechnung ausgeführt wird, ist es auch kein gutes
Werk.
Das Nembutsu ist ausschließlich von der Anderen Kraft hergeleitet; von der Eigenen
Kraft ist es ganz und gar entfernt. Deshalb ist das Nembutsu weder Übung noch ein
gutes Werk.
[9]

Einmal fragte ich ihn: ”Wenn ich auch das Nembutsu spreche, verspüre ich doch selten
Entzücken oder Freude. Ich habe auch kein Verlangen, eilends ins Reine Land
hinzugehen. Woran liegt das nur?”
Er antwortete: ”Ich hatte im Herzen denselben Zweifel wie Du, Yuien. Wenn wir
darüber gründlich nachdenken, so müssen wir zur Einsicht gelangen, dass unsere
Hingeburt umso gewisser ist, gerade weil wir uns nicht einfach über das freuen
können, wofür wir eigentlich vor Freude auf Erden tanzen und zum Himmel springen
sollten.

Es sind die Leidenschaften, die uns bedrücken und nicht froh werden lassen, obwohl
wir uns eigentlich freuen sollten. Dies hat Buddha aber schon längst vorausgesehen
und uns als gewöhnliche Wesen voller Leidenschaften bezeichnet. Deshalb können wir
erkennen, dass das barmherzige Gelübde der Anderen Kraft gerade für solche Wesen
wie uns bestimmt ist, und fühlen uns dadurch zuversichtlicher.
Auch dies ist unseren Leidenschaften zuzuschreiben: Wir verlangen nicht danach,
eilends ins Reine Land zu kommen, und wir fühlen uns beklommen, vielleicht zu
sterben, wenn wir einmal ein bisschen erkrankt sind. Es fällt uns schwer, diese Heimat endlosen Leidens zu verlassen, in der wir seit unzähligen Weltperioden bis zum
heutigen Tag umherirren und nach dem Reinen Land der Ruhe und reichen Ernährung,
in das wir noch nicht hingeboren sind, können wir uns nicht sehnen: Wie stark
wuchern doch diese Leidenschaften! Mag der Abschied uns auch schmerzlich sein, wir
können in jenes Land erst eintreten, nachdem unsere Beziehungen zu dieser leidvollen
Welt erloschen sind und wir entkräftet auf das Ende zugehen.

Buddha Amida erbarmt sich im Besonderen gerade derer, die sich nicht danach
sehnen, schnell in Seinem Land geboren zu werden. Gerade deshalb können wir uns
dem Großen Gelübde der Barmherzigkeit anvertrauen und unserer Hingeburt sicher
sein.

Wenn man aber Entzücken und Freude empfinden sollte und sich nach schneller
Hingeburt sehnte, ist es doch zweifelhaft, ob man dies ohne Leidenschaft tut.” So
sprach Shinran.

Samstag, 6. August 2011

Sacramento Buddhist Church (SBC) Dharma Message 2011-07-10 Socho Ogui

Sacramento Buddhist Church (SBC) Dharma Message 2011-07-10 Socho Ogui from SacBuddhistChurch on Vimeo.



Liebe Freunde, dieser Dharmatalk wurde von BCA Socho(Bischof)Ogui zum O-Bon-Fest im Sacramento Betsuin gehalten. Aufgrund unseres anstehenden O-Bon Festes in diesem Jahr, möchte ich mir erlauben, nocheinmal einen englischsprachigen Beitrag in unseren deutschen Blog zu setzen. Mit lieben Grüßen an unsere Dharma Freunde der BCA und des Sacramento Betsuin. Namu Amida Butsu

in Gassho
Chisho Frank

Montag, 1. August 2011

Dharma Talk by Rinban Bob Oshita

Sacramento Buddhist Church (SBC) Dharma Message 2011-05-22 Rinban Bob from SacBuddhistChurch on Vimeo.



Thank you Sensei for sharing the Dharma with us.

in Gassho
Chisho Frank Kobs

Buddha und Mensch




Aus dem Blog von Prof. Rev. Toshikazu Arai

Die wörtliche Bedeutung des Wortes „Buddha“ ist erleuchtete Person. Erleuchtet zu sein bedeutet, die Natur des Lebens ganz zu erkennen, welches mit Leiden gefüllt, der wahre Grund des Leidens und der Weg uns selber zu befreien von diesem Leiden ist. Das muss Dich an die Vier Edlen Wahrheiten erinnern. Tatsächlich ist des Buddhas Lehre in den Vier Edlen Wahrheiten konzentriert. Dennoch, was Sakyamuni zu einem perfekten Buddha machte, war das aufsteigen des Mitgefühls in ihm. Mitgefühl manifestiert sich in der Form, die Wahrheit des Lebens mit Menschen zu teilen, die eigentlich leiden ohne Bedingungen und Bedenken.

Viele Leute sagen, dass Jodo Shinshu weit entfernt von Sakyamunis ursprünglicher Lehre ist, doch das ist nicht korrekt. Amida Buddha ist die Wahrheit, die sich durch Sakyamuni offenbarte und das Mitgefühl, dass Sakyamuni motivierte, die Menschen vom Leiden zu befreien. Welcher Form des Buddhismus man auch angehören mag, der eigenen Pfad zur Buddhaschaft beginnt mit der Zufluchtnahme zur Lehre des Buddhas, die in unserer Tradition Shinjin heißt. Ich beschloss meine Zuflucht zu nehmen in den Buddha, den Dharma und dem Sangha und ich rezitiere den Namen des Buddha, Namo Amida Butsu. Des Buddhas leuchtendes Licht der Weisheit lässt uns letztlich erkennen, dass es des Buddha mitfühlendes Werk ist, das mich dazu führte den Buddha, dem Dharma und dem Sangha zu begegnen und den Namen zu rezitieren. Wir brauchen keine Regeln zu halten und verschiedene Praktiken zu üben, weil wir bereits vom Mitgefühl des Buddhas, durch das Rezitieren des Nembutsu, umfasst sind. Sodann werden wir in der Welt von Buddhas Erleuchtung wohnen.

Sakyamuni Buddha praktizierte verschiedene Übungen bevor er Erleuchtung erlangte. Wir brauchen nicht zu wiederholen, was der Buddha tat. Wir können nur lernen, wozu (zu was) er erleuchtet wurde. Wie auch immer, um mit dem Buddha zu kommunizieren, brauchen wir eine besondere Sprache. Das ist Namo Amida Butsu.

Unfassbar ist des Buddhas Herz. Wir können den Buddha nicht sehen, aber wir können mit ihm reden. Wenn wir mit Buddha reden, den Namen rezitieren, Nembutsu sagen, so ist das die Sprache.
(Asahara Saichi)