Anjin-Do

Anjin-Do

Montag, 25. Juli 2011

Die Welt ist ein brennendes Haus


aus dem Dhammapada übersetzt vom Ehrw. Nyanatiloka -Jhana Verlag

Vom Geist geführt die Dinge sind,

Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.

Wenn man verderbten Geistes spricht,

Verderbten Geistes Werke wirkt,

Dann folget einem Leiden nach,

Gleichwie das Rad des Zugtiers Fuß.



Vom Geist geführt die Dinge sind,

Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.

Wenn man da lauteren Geistes spricht,

Und lauteren Geistes Werke wirkt,

Dann folget einem Freude nach,

Gleichwie der Schatten, der nie weicht.



„Geschlagen hat er mich, beschimpft,

Hat mich besiegt, hat mich beraubt!“

Wer solchem Denken hin sich gibt,

In dem kommt nie der Hass zur Ruh’.



„Geschlagen hat er mich, beschimpft,

Hat mich besiegt, hat mich beraubt!“

Wer solches Denken nicht mehr hegt,

In dem kommt bald der Hass zur Ruh’.



Durch Hass fürwahr kann nimmermehr

Zur Ruhe bringen man den Hass;

Durch Nichthass kommt der Hass zur Ruh’:

Dies ist ein ewiges Gesetz.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Der 6. Pfad des achtfältigen Pfades : das Rechtes Streben
Das Erzeugen heilsamer Gedanken und die Vermeidung unheilsamer Gedanken in allen Bereichen des Lebens, es könnte soviel Leid in dieser Welt vermeiden! Setzen wir das rechte Streben gegen den Wahnsinn in der Welt!

Alle fragen immer nach dem WARUM? und wer ist verantwortlich zu machen?

Wann immer wir dem Hass, dem Zorn, der Wut, der Vergeltungssucht und dem Jähzorn in uns nachgeben, durchschreiten wir das Tor zur Hölle. Es ist nur unser EGO, dass uns dort hinein führt und häufig nehmen wir so viele Menschen mit! Kein Gott und kein Schicksal sind dafür verantwortlich zu machen. Die Lasten unseres Karma warten nur auf die Umstände des Reifens in diesem Leben. Betrachten wir uns genau! Wenn wir dem Unheilsamen in uns nachgeben, so sind wir die Maras (Teufel),die diese Hölle möglich machen. Amida Buddhas Gelübdekraft macht keinen Unterschied zwischen dem Guten und dem Bösen, aber sie hilft uns auch beim Erkennen der eigenen Unzulänglichkeiten im Hier und Jetzt. Hören wir auf sein Rufen und vertrauen wir seinem Namen, denn Namu Amida Butsu ist der Rettungsweg, der uns sicher aus dem brennenden Haus des Samsara hinaus führt und uns vor dem Sturz in die persönliche Hölle bewahren kann.

Namu Amida Butsu

in Gassho
Chisho

.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Shinran Shônin und sein Verständnis des Buddhismus




Shinran Shônin wurde 1173 in Hino, einem Vorort von Kyôto geboren. Er entstammte einem Seitenzweig der berühmten Familie Fujiwara, die aber zu seiner Zeit schon ihren Niedergang erlebte. Seine Mutter starb, als er acht Jahre alt war. Sein Vater zog aus all diesen Umständen die Konsequenz und wurde buddhistischer Mönch. Auch der neunjährige Shinran von seinem Onkel ins Kloster gebracht. Die Legende weiß aber, dass der damalige Abt die Ordination wegen der fortgeschrittenen Stunde auf den nächsten Morgen verschob. Der kleine Shinran war damit unzufrieden und schrieb auf einen blühenden Kirschbaum, der vor dem Tempeltor stand, das folgende Gedicht :

Myônichi ari to omou kokoro no adasakura yohan ni kaze no fukanu mono kawa

(Denk ich im Herzen an Morgen:
Werden die vergänglichen Kirschblüten
Nicht schon in der Mitte der Nacht
vom Wind hinweggeweht sein?)

Zwanzig Jahre lang verbrachte Shinran in dem wohl wichtigsten Zentrum des japanischen Buddhismus seiner Zeit, dem Hauptkloster der japanischen Tendai-Schule auf dem Berg Hiei. Mit größtem Eifer unterzog er sich der buddhistischen Übung und dem Studium. Dabei spürte er immer tiefer die große Differenz zwischen der Lebenswirklichkeit der buddhistischen Mönche und der eigentlichen buddhistischen Lehre. Die buddhistischen Mönche seiner Zeit waren Teil eines Staats im Staate, denn die buddhistischen Klöster verfügten auf ihren Territorien über Rechtshohheit, Leibeigene und sogar über eine eigene Armee. Aber war das Sinn und Zweck des Mönchtums?
Shinran sah den Mangel nicht nur in den äußeren Umständen. Er erkannte sich als Kind seiner Zeit und er wusste, dass deren Probleme in ihm selbst steckten. Darum scheiterte er, wenn er zu sich ehrlich war, an den "zehntausend Übungen", die auf dem Berg Hiei gelehrt wurden, darum war er zu keiner Verwirklichung fähig.

Voller Verzweiflung über sich und sein Zeitalter, in dem die buddhistische Übung offenbar nicht mehr möglich war, verließ er mit 29 Jahren den Berg Hiei, um in einem kleinen Kannon-Tempel in Kyôto über "die zukünftigen Leben" nachzudenken. Am fünfundneunzigsten Tag offenbarte ihm die Welterlösenden Kannon, dass er sich an Meister Hônen wenden solle.

Hônen Shônin lehrte damals am Stadtrand von Kyôto vor einer großen gemischten Anhängerschaft, bestehend aus Mönchen und Laien, Männern und Frauen aller Schichten, die Anrufung des Namens des Buddha Amida. Fünf Jahre Lang gehörte Shirnan zum engsten Schülerkreis Hônens und lernte von ihm den Buddhismus der anderen Kraft bis ins letzte Detail. Zeit seines Lebens hat er sich niemals für mehr als einen einfachen Schüler Hônens gehalten.

Hônens Nembutsu-Bewegung war in ihrer Offenheit eine Herausforderung an die alten Eliten. 1207 – Shinran war inzwischen 35 Jahre alt – wurde sie vom kaiserlichen Hof verboten, ihren klerikalen Anhängern wurde der mönchische Status von staatlicher Seite aberkannt. Hônen wurde nach Sanuki und Shinran nach Echigo verbannt. Beide sollten sich nie wiedersehen.

In Echigo gab Shinran das Mönchstum auf und heiratete. Fortan bezeichnete er sich als "dummen Kahlkopf" (Gutoku), der "weder Mönch noch Laie" sei.
Nach seiner Begnadigung siedelte sich Shinran mit seiner Familie in der Provinz Hitachi in Ostjapan an (Die Region liegt heute im Norden des Großraums von Tôkyô). Hier widmete er sich mit großem Eifer und außerordentlichem Erfolg dem Aufbau einer Nembutsu-Gemeinde im ländlichen Raum.

Seine Rückkehr in die alte Heimat mag viele seiner Anhänger überrrascht haben: Mit siebzig Jahren verließ Shinran Ostjapan und ließ sich in Kyôto nieder, wo er sich ganz der schriftstellerischen Arbeit widmete. 1247 war sein in chinesischer Sprache verfasstes Hauptwerk vollendet, das Kyôgyôshinshô. Es folgten zahlreiche Schriften, die er für die einfachen Anhänger, in einfacher japanischer Silbenschrift schrieb, darunter die Japanischen Hymnen (Wasan), die heute bei Andachten oft rezitiert werden. In den letzten zwanzig Lebensjahren blieb Shinran vor allem schriftlich mit seinen Anhängern in Kontakt. Dies war im Nachhinein ein Segen, denn so entstanden nach uund nach jene Werke, die bis heute das geistige Fundament der Jôdo Shinshû bilden.

Im hohen Alter von 90 Jahren starb Shinran. Seine Anhänger errichteten ihm ein Grabmal in Kyôto, das sich im Lauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte zu einer Pilgerstätte, dem Honwanji-Tempel entwickelte.


Shinrans Lehre nimmt ohne Zweifel eine Ausnahmestellung innerhalb der Lehren des Buddhismus ein. Es wird oft als befremdlich empfunden, dass Shinran die buddhistische Meditation und die mönchische Regel aufgegeben hat: wie sollte man seine Lehren da noch als buddhistisch bezeichnen? Aber dieser Eindruck ist oberflächlich. Eher sollte man sagen, dass Shinran den gesamten Buddhismus auf einen einzigen Punkt bringt: das Nembutsu, die Anrufung des Buddhanamens. Dabei gründet seine Lehre ausschließlich auf den buddhistischen Sutren, und nicht – wie manchmal gemutmaßt wird- auf lokalen Einflüssen. (Dem einheimischen Shintoismus steht sie sogar außerordentlich fern.)

Shinran denkt die spirituelle Entwicklung des Menschen radikal von Seiten des Buddha, die eigene Kraft des Menschen hat keinen Anteil daran. Erst wenn der Mensch all seine Kalkulationen, alle Manipulation und alle Versuche, das Heil für sich oder andere zu erzwingen, aufgibt, ist er imstande, sich ganz der anderen Kraft des Buddha zu überlassen. Höchster Ausdruck des Sich-Anvertrauens ist das Denken an den Buddha (Nembutsu) in Form der Anrufung seines Namens (shômyô). Selbst hier ruft eigentlich der Buddha. Der Mensch hört diesen Ruf nur und erwidert ihn reflexartig, wobei der Ruf, das Vertrauen und die Gewissheit der Hingeburt zusammenfallen

Montag, 18. Juli 2011

Buddha lehrt das Ullambana-Sutra

盂蘭盆經


So habe ich gehört. Einst weilte der Buddha im Jeta-Hain, dem Garten Anâthapindadas, zu Shrâvasti[i]. Damals hatte der Große Maudgalyâyana erstmals die sechs Höheren Geisteskräfte[ii] erlangt und es verlangte ihn danach, die Eltern zur Befreiung zu führen, um ihnen die Güte des Aufziehens zu vergelten. Also richtete er sein Dharmaauge auf die Welt.

Da sah er, wie seine verstorbene Mutter unter den Hungergeistern weilte: sie fand weder Essen noch Trinken und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Maudgalyâyana war sehr betrübt. Er füllte eine Schale mit Reis, ging zu ihr und brachte sie ihr dar. Die Mutter nahm die Reisschale an, und während sie in der Linken die Schale hielt, griff ihre Rechte nach dem Reis . Aber die Speise hatte noch nicht ihren Mund erreicht, da verwandelte sie sich und wurde zu glühenden Kohlen, sodass sie nicht imstande war zu essen. Maudgalyâyana schrie laut auf und begann bitterlich zu weinen. Eilends kehrte er zum Buddha zurück und bat ihn, er möge ihm den Sachverhalt erklären.

Der Buddha erwiderte: "Deine Mutter ist hart gefesselt von ihren karmisch verunreinigten Sinnesorganen. Du als einzelner kannst mit deiner Kraft nichts ausrichten. Zwar mag deine Stimme der Kindespflicht die Gottheiten bewegen, aber auch die Gottheiten des Himmels und der Erde, die Teufel, die Brahmanen und die vier Himmelskönige können nichts tun. Erst durch die spirituelle Kraft der Mönche in den Zehn Richtungen kannst du Befreiung erwirken. Ich werde dir jetzt eine Methode zur Rettung erklären, die von aller Not, allem Leiden frei macht, die alles negative Karma beseitigt und auslöscht."

Und Buddha sprach zu Maudgalyâyana: "Wenn die Mönche in den Zehn Richtungen am fünfzehnten des siebten Monats ihre freiwillige Bußübung halten, soll man für jene, deren Eltern und Voreltern bis zur siebten Generation in Not geraten sind, Reis in hundert Geschmacksvarianten anrichten, Früchte und Wassergefäße, Duftöl und Kerzen bereitstellen, Teppiche und Bettzeug ausbreiten. Alle Wohlgeschmäcke der Welt möge man in die Schalen füllen und den verdienstvollen Mönchen in den Zehn Richtungen darbringen. An jenem Tag sollen alle Heiligen, ob sie in den Bergen Versenkung üben oder die Frucht der Vier Pfade[iii] erhalten haben, ob sie unter einem Baum Sutren rezitieren oder mit der Freiheit der sechs Kräfte Pratyekabuddhas und Hörer belehren, ob sie Bodhisattvas der Zehn Stufen, Manifestationen großer Wesen oder gewöhnliche Mönche sind- sie alle mögen unter der Menge weilen und gleicherweise ihren Geist einsrichten. Wenn sie den Reis der Bußstunde empfangen, sollen sie die Reinheitsgelübde abgelegt haben, auf dass der Weg der Heiligen durch ihre Verdienste vermehrt werde. Wer diesen Mönchen in der Bußstunde Gaben darbringt, dessen gegenwärtige Eltern, Voreltern bis zur siebten Generation und Verwandte in den sechs Graden entkommen den Leiden der drei niederen Pfade, sie erlangen Befreiung und haben Kleidung und Essen nach Belieben. Falls seine Eltern noch leben, werden sie hundert Jahre glücklich sein, falls sie schon gestorben sind, werden sie und die Voreltern bis zur siebten Generation in einem Himmel wiedergeboren: Spontan sich wandelnd, treten sie ins Blumenlicht des Himmels und empfangen unermessliche Freuden."

Zu dieser Zeit richtete sich der Buddha an die Mönche der Zehn Richtungen: "Ihr alle sollt zuerst für die Famlien der Spender beten, denkt an deren Vorfahren bis zur siebten Generation und haltet euren Geist fest darauf gerichtet! Erst dann sollt ihr das Essen zu euch nehmen." Als es nun Zeit war, die Schalen zu empfangen, stellte man sie vor das Podest, auf dem der Buddha weilte und die Mönche zitierten Gebete. Als sie geendet hatten, nahmen sie das Mahl zu sich. Zu dieser Zeit empfand Maudgalyâyana und alle großen Bodhisattvas der großen Versammlung tiefe Freude. Maudgalyâyanas Jammern und Weinen war von selbst verschwunden. In dieser Stunde erlangte Maudgalyâyanas Mutter und im Verlauf des Tages die Hungergeister eines ganzen Kalpas Erlösung von ihren Leiden. Zu dieser Stunde wandte sich Maudgalyâyana abermals an den Buddha: "Die Eltern deiner Jünger haben die Kraft der Verdienste der drei Juwelen erhalten. Dies kommt von der spirituellen Kraft der Mönche. Wenn sich die Buddhajünger in der künftigen Welt in Kindespflicht üben wollen, sollen sie dann diese Ullambana-Zeremonie durchführen und können sie damit ihre gegenwärtigen Eltern und Voreltern bis hin zur siebten Generation befreien oder nicht?"

Der Buddha erwiderte: "Fürwahr, gut und erfreulich ist deine Frage! Du fragst etwas, was ich erklären will. - Guter Sohn! Falls Mönche und Nonnen, Könige, Kronprinzen und Königskinder, Minister, Kanzler und geheime Staatsräte, Beamte und einfache Bürger sich in Kindesliebe üben möchten, sollen sie für ihre Eltern und Voreltern bis zur siebten Generationen an jenem fünfzehnten des siebten Monats, dem Tag, der Buddha freut, dem Tag der freiwilligen Buße der Mönche, Speisen und Getränke in hundert Geschmacksvarianten in die Ullambana-Schalen füllen und diese den Mönchen der Zehn Richtungen darbringen. Wenn sie darum bitten, wird das Leben ihrer gegenwärtigen Eltern hundert Jahre währen, nicht wird sie Krankheit treffen noch irgendeine Qual. Die Voreltern bis zur siebten Generation werden von den Leiden eines Hungergeistes befreit und unter den Göttern wiedergeboren, so wird ihr Glück grenzenlos sein."

Der Buddha sprach : "Ihr guten Söhne und Töchter, die Ihr Buddhas Jünger seid! Wenn ihr die Kindespflicht erfüllen wollt, denkt jederzeit an eure Eltern und Voreltern bis zur siebten Generation[iv]. Alljährlich aber am fünfzehnten des siebten Monats mögt ihr aus Kindesliebe und ?pflicht ihrer eingedenk, die Ullambana-Feier halten: opfert dem Buddha und den Mönchen und vergeltet so die Liebe und Fürsorge der Eltern. Wer Buddhas Jünger ist, soll diese Lehre wahren."

Dies hörten der Ehrwürdige Maudgalyâyana und die Jünger- Mönche und Laien, Männer und Frauen. Sie freuten sich und brachten dem Buddha ihre Verehrung dar.
[i] zur Zeit des Buddhas die Hauptstadt des Königreichs Kaushala, welche als die blühendste Stadt Nordindiens galt. Der Jetavana-Hain, im Süden an die Stadt grenzend, hat seinen Namen vom Prinzen Jeta. Sudatta, ein reicher Kaufmann, erwarb den Hain zu einer horrenden Summe und stellte ihn den buddhistischen Mönchen zur Verfügung. Insgesamt vierundzwanzigmal hat der Buddha hier die Regenzeit verbracht. Da Sudatta auch sonst als gutherzig galt, nannte man ihn auch Anâthapindada, "der den Einsamen Essen gibt".

[ii] Die 6 Höheren Geisteskräfte (p. Adhinna) sind die magischen Kräfte (iddhi), das himmlische Ohr (p. Dibba-sota), das Durchschauen der Herzen anderer (parassa cetopariyanânana), das Himmlische Auge (dibbha-cakkhu), die Erinnerung an frühere Daseinsformen (pubbe nivâsânussati), die Triebversiegung (âsavakkhaya). Mahâmaudgalyâyana galt in diesem Bereich als der herausragende Schüler des Buddha.
[iii] Die vier Stufen der Heiligkeit im Theravada: die Frucht des Stromeintritts (sotapâtti-phala), die Frucht der Einmalwiederkehr(sakadâgâmî-phala), die der Niewiederkehr (anâgâmî-phala), die der Heiligkeit d.i. Arhatschaft (arahatta-phala).
[iv] Andere Überlieferung: … sollt ihr in jedem Augenblick stets an eure Eltern denken und den Vorfahren bis zur siebten Generation Gaben darbringen (sic!).

Dank dem Übersetzer Marc Nottelmann - Gasshô

http://www.eko-haus.de/nottelmann/ullambana.htm
chin. 盂蘭盆經, Yúlánpénjīng; jap. Urabon kyō; viet. Vu lan bồn kinh;ap. Kor. 우란분경, Uranbun gyeong.

Vorfahren–Gedenkfest. Ullambana–Fest

Liebe Dharmafreunde,

für den 13.08.2011 ist unser Dharma Abend im Anjin-Do vorgesehen und angekündigt. Am gleichen Tag findet aber auch das O-Bon Fest im EKO - Haus statt. Um diesen buddhistischen Feiertag gemeinsam begehen zu können, fällt das Anjin-Do Dharma Treffen am Abend aus. Ich möchte aber alle ganz herzlich einladen am O-Bon Fest im EKO-Haus teilzunehmen.

Ich freue mich auf eine gemeinsame Feier im EKO-Ji Düsseldorf.

in Gassho
Chisho Frank





盂蘭盆会 Bon–Fest
Sa 13.08., Beginn: 14 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde), EKŌ-Tempel
Vorfahren–Gedenkfest. Ullambana–Fest
父母やご先祖様を敬い、いのちのつながりに感謝する法要です。

Filvorführung: "Sadakos Geschichte Sembazuru 千羽鶴"
Beginn: 15 Uhr, KyŌsei-Saal

Wiederholung der Filmvorführung vom 9.7. zur Erinnerung an die Atombombenabwürfe vor 66 Jahren.

Montag, 11. Juli 2011

Dreifache Freude



Von Prof. Rev. Toshikazu Arai


Welchen Gewinn haben wir davon Shin Buddhisten zu sein? Ich denke wir ha-ben drei Arten der Freude: die Freude dem Grundgelübte Amidas begegnet zu sein, die Freude der Lehre des Grundgelübte begegnet zu sein und die Freude guten Lehrern und Nembutsu Freunden begegnet zu sein. Für mich selbst kann ich sagen, als erstes traf ich einen guten Lehrer als ich in Hawaii war und dieser führte mich in die Lehre Shinrans und die Lehre des Grundgelübte ein. Es brauchte einige Zeit bis ich das Grundgelübte als wahr und real akzeptieren konnte. Wie auch immer, es waren immer gute Lehrer und gute Freunde, die mich ermutigten der Lehre zu zuhören und Nembutsu zu sagen.

Diese drei Arten der Freude entsprechen den drei Schätzen im Buddhismus: Buddha, Dharma und Sangha. Ich nehme an, dass einige glückliche Menschen den Buddha zu Lebzeiten begegnet sind und andere trafen auf ihn durch seine Schüler. Das Grundgelübte ist Amidas unsichtbare Aktivität, doch der historische Buddha war eine wirkliche Person. Wie dem auch sei, er konnte nur Buddha genannt werden, wegen seiner Mühen andere Menschen vom Leiden zu befreien. Er war nicht die ganze Zeit mit Meditation beschäftigt. Seit seinem Tod oder Nirvana, lebt er im Dharma weiter, nie aufhörend die Menschen zur Erleuchtung zu führen. Die konkrete Manifestation des Dharma ist der Sangha, welcher damit beschäftigt ist (sein sollte) den Dharma weiter zu propagieren.

Im Falle der Jodo Shinshu, der Name (Namo Amida Butsu) ist der Buddha, das Große Sutra und alle Lehren der Reinen Land Meister, inklusive Shinran, konstituieren den Dharma und alle Menschen des Shinjin sind der Sangha. Die dreifache Freude, die oben erwähnt wurde, kommt vom Universum, namentlich Reines Land, welches von Buddhas bewohnt ist.

(frei übersetzt aus dem englischen v. Chisho Frank)
Aus - „Echo of the Dharma“a bilingual Blog on Shin Buddhism

Die Andere Kraft



Beitrag zur Verfügung gestellt von Ilona Evers

Die Andere Kraft
Ist eine heilsame Kraft, die alles durchdringt.
Ist ein Weg zur Transzendenz, zum Dharmakaya, zur Soheit, zur höchsten Wirklichkeit.
Ist eine Kraft, die uns hinausführen kann aus unserer kleinen begrenzten persönlichen Welt.

Die Andere Kraft kann uns zum unendlichen Licht und zum grenzenlosen Leben des Buddha Amida führen.
Lebensgefühl

Der Buddha-Dharma, die Lehren und die Praxis eines buddhistischen Weges:
Verändert unser Lebensgefühl

Verändert unsere Einstellung zur Welt, zu uns selber und zu unseren Mitmenschen
Der Buddha-Dharma löst nicht alle unsere Probleme.
Der Buddha-Dharma verändert aber unsere Einstellung zu unseren Problemen.
Dies kann unser Leben viel tiefgreifender verändern, als die Lösung eines Problems.
Lotosblüten im Sumpf, Diamanten im Müll

Inmitten der Unvollkommenheit suchen wir das Vollkommene.
Inmitten des Lärms suchen wir die tiefe innere Stille.
Inmitten des Streits suchen wir den Frieden.
Inmitten des Hasses suchen wir die grenzenlose Liebe.
Wir suchen die Lotosblüten im Sumpf. Wir konzentrieren uns auf die Lotosblüten und nicht auf den Sumpf.

Wir suchen die Diamanten im Müll. Wir konzentrieren uns auf die Diamanten und nicht auf den Müll.

Montag, 4. Juli 2011

Tannisho Kapitel 8 und 9


Deutsche Übersetzung: Tannisho.pdf
Ü: Muneto Sonoda (§1-§7), Takao Aoyama (§8-§12)

[8]
Das Nembutsu ist für die Praktizierenden weder eine Übung noch ein gutes Werk. Es
ist Nicht-Übung, weil es geleistet wird, ohne dass man es sich selbst zurechnet
(hakarai). Und weil es ohne Selbst-Zurechnung ausgeführt wird, ist es auch kein gutes
Werk.

Das Nembutsu ist ausschließlich von der Anderen Kraft hergeleitet; von der Eigenen
Kraft ist es ganz und gar entfernt. Deshalb ist das Nembutsu weder Übung noch ein
gutes Werk.

[9]
Einmal fragte ich ihn: ”Wenn ich auch das Nembutsu spreche, verspüre ich doch selten
Entzücken oder Freude. Ich habe auch kein Verlangen, eilends ins Reine Land
hinzugehen. Woran liegt das nur?”

Er antwortete: ”Ich hatte im Herzen denselben Zweifel wie Du, Yuien. Wenn wir
darüber gründlich nachdenken, so müssen wir zur Einsicht gelangen, dass unsere
Hingeburt umso gewisser ist, gerade weil wir uns nicht einfach über das freuen
können, wofür wir eigentlich vor Freude auf Erden tanzen und zum Himmel springen
sollten.

Es sind die Leidenschaften, die uns bedrücken und nicht froh werden lassen, obwohl
wir uns eigentlich freuen sollten. Dies hat Buddha aber schon längst vorausgesehen
und uns als gewöhnliche Wesen voller Leidenschaften bezeichnet. Deshalb können wir
erkennen, dass das barmherzige Gelübde der Anderen Kraft gerade für solche Wesen
wie uns bestimmt ist, und fühlen uns dadurch zuversichtlicher.

Auch dies ist unseren Leidenschaften zuzuschreiben: Wir verlangen nicht danach,
eilends ins Reine Land zu kommen, und wir fühlen uns beklommen, vielleicht zu
sterben, wenn wir einmal ein bisschen erkrankt sind. Es fällt uns schwer, diese Heimat endlosen Leidens zu verlassen, in der wir seit unzähligen Weltperioden bis zum
heutigen Tag umherirren und nach dem Reinen Land der Ruhe und reichen Ernährung,
in das wir noch nicht hingeboren sind, können wir uns nicht sehnen: Wie stark
wuchern doch diese Leidenschaften! Mag der Abschied uns auch schmerzlich sein, wir
können in jenes Land erst eintreten, nachdem unsere Beziehungen zu dieser leidvollen
Welt erloschen sind und wir entkräftet auf das Ende zugehen.

Buddha Amida erbarmt sich im Besonderen gerade derer, die sich nicht danach
sehnen, schnell in Seinem Land geboren zu werden. Gerade deshalb können wir uns
dem Großen Gelübde der Barmherzigkeit anvertrauen und unserer Hingeburt sicher
sein.

Wenn man aber Entzücken und Freude empfinden sollte und sich nach schneller
Hingeburt sehnte, ist es doch zweifelhaft, ob man dies ohne Leidenschaft tut.” So
sprach Shinran.

Zazen Treffen im EKO-Haus der japanischen Klutur in Düsseldorf



Im Juli und im August 2011 trifft sich die Zazen Gruppe der Rinzai Schule jeden Freitag im Kyosei Saal des EKO-Hauses. Beginn 17:00 Uhr.

Sonntag, 3. Juli 2011

Shinbuddhistisches Programm im EKO-Haus der japanischen Kultur in Düsseldorf

お内仏ての読経 Abendandacht am Hausaltar
Jeden Do außer in der geschlossenen Zeit
Beginn: 18 Uhr, Priesterwohnung

Die Abendandacht findet vor dem Hausaltar in der Priesterwohnung statt. Wir halten Rezitationen und lesen aus dem Buch Die Lehre Buddhas. Diese Zusammenkunft soll einen Einblick geben in den privaten alltäglichen Dienst eines Shin-buddhistischen Priesters. Auch Nicht-Shin-Buddhisten sind herzlich willkommen.
和室に備えたお仏壇で週1回、短いお経をお勤め致します。

月例勤行 Morgenandacht
So 10.07., 07.08., 04.09., 09.10., 13.11., 11.12.
Beginn: 10 Uhr, EKŌ-Tempel

Öffentliche Morgenandacht mit einer Rezitation des Shōshinge von Shinran.
定例勤行として毎月1回日曜日に本堂で正信偈をお勤め致します。

盂蘭盆会 Bon–Fest
Sa 13.08., Beginn: 14 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde), EKŌ-Tempel
Vorfahren–Gedenkfest. Ullambana–Fest
父母やご先祖様を敬い、いのちのつながりに感謝する法要です。

春季彼岸会 Pāramitā-Fest
Sa 24.09., Beginn: 14 Uhr (Dauer etwa 1 Stunde) Gedenken an die pāramitā "Vollendung", zum Herbstsanfang. ご先祖様への感謝を捧げる法要です。

Festtagsvortrag: "Kleine Einführung in den Shin-Buddhismus (V): Was ist ein Fest?" (ca. 40 Min.)
Marc Nottelmann-Feil
Beginn: ca. 15 Uhr, Seminarraum

Zu den Vorstellungen, die man sich im Westen allgemein von buddhistischer Praxis macht, gehört das Feiern von Festen nicht unbedingt dazu. Tatsächlich werden Feste aber überall in der buddhistischen Welt gefeiert. Warum? Was bedeuten Feste?

報恩講 Hōonkō–Fest
Sa 26.11, Beginn: 14 Uhr (Dauer etwa 1 Stunde), EKŌ-Tempel
Fest zum dankbaren Gedenken an Shinran
浄土真宗の宗祖親鸞聖人のご命日にちなみ、聖人の遺徳を讃える法要です。

除夜会 Joya–no kane
Sa 31.12, Beginn: 21.30 Uhr
Silvester–Feier. Mit Rezitation und 108 Glockenschlägen, die von den Teilnehmern ausgeführt werden.
法要終了後、ご参拝の皆様に鐘をついていただきます。

元旦会 Gantan–e
So 01.01.2012, Beginn: 10 Uhr
Neujahrs–Rezitation.
新年を祝い、一年の抱負を新たに誓う法要です。 17時まで庭園を開放し、皆様の初詣の参拝をお待ちしております。