Anjin-Do

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Montag, 22. November 2010

"Die Lehre Buddhas" erhältlich im EKO Haus




"Die Lehre Buddhas"

erhältlich im EKO-Haus der Japanischen Kultur

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EKŌ-Haus der Japanischen Kultur e.V.
Brüggener Weg 6, 40547 Düsseldorf
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Denken


Denken ist bekanntlich Schlafes Bruder. Wer denkt, verhält sich ganz regungslos. Manche Leute schließen sogar die Augen und man weiß nicht, ob sie überhaupt mit etwas beschäftigt sind. Weil das Denken so ganz ohne Rechenschaft und Nachweis geschieht, weil es keine unmittelbaren Resultate vorweisen kann - man muss schon selbst denken, um diese überhaupt zu erkennen - steht es in unserer Zeit nicht hoch im Kurs. Aber ich möchte hier trotzdem eine Lanze für das Denken brechen.

Wenn man nachdenkt, hält man für einen Augenblick an. Man nimmt sich sozusagen aus der Weltgeschichte heraus. Was man dann sieht, ist die Momentaufnahme der Zeit: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.

Eigentlich ist ja der Tod Schlafes Bruder. Aber den sehen wir gar nicht, weil wir in der Zeit stehen. Wir surfen gleichsam auf der Welle der Zeit, ein Ding treibt uns zum nächsten. Wir rennen herum und verfolgen tausend Absichten. Am Ende geht es, wenn wir ehrlich sind, hauptsächlich darum, das Leben genießen: schönes Essen, schöne Reisen, bitte schön! auch schöne Gedanken.

Es spielt eigentlich keine Rolle, auf welche Weise wir den Tod übersehen: ob wir wie so manche japanische Hausfrau die neuesten Koch-Rezepte für das Aller-Mitteilenswerteste halten, oder ob wir uns tagaus tagein mathematische Modelle ausdenken wie Sir Stephen Hawkings, der jüngst öffentlich äußerte: „Man kann die Welt ohne die Gotteshypothese erklären“ (An welcher Stelle eines physikalischen Modells sollte die Metaphysik denn auftauchen und vor allem: wie?)

Der Mensch, so bemerkte Pascal einmal, tut das meiste, nur um den Tod nicht sehen zu müssen. Darum braucht er immer das Außerordentliche und Neue, er verlangt nach immer neuen Reizen. Heutzutage könnte man sagen: der Mensch, der den Tod nicht sehen will, ist der Verbraucher. Ob in Shanghai, Bangkok oder Köln – überall sehen wir diesen Typ Mensch herumlaufen. Der Verbrauch hat globale Maßstäbe angenommen. Wir sind gewissermaßen schon Weltverbraucher.

Aber was passiert, wenn der Einzelne - dieser kleine Mensch - sein eigenes Leben verbraucht hat? Wenn er erkennt, dass nun gar nichts mehr kommen kann? Wird sein Leben dann unbrauchbar? Kann er sich selbst abschreiben? Oder stirbt er gar als offenes Fragezeichen?

Das Nachdenken über den Tod hat viel mit der Würde des Menschen zu tun. Der November ist in Deutschland der Monat der Todesgedenktage. Gedenken gibt Anstoß zum Denken. Auch das Hōonkō-Fest ist ursprünglich aus einem Gedenktag entstanden. Vielleicht regt es uns an, einen Moment anzuhalten, eine Frage zu stellen und eine Antwort zu hören.

Euer Marc Nottelmann-Feil.

Intertraditionelle Bodhitagfeier im ShinDo

Liebe Dharmafreundinnen - und Freunde!

Ich möchte euch an die intertraditionelle Bodhitagfeier am 5. Dez. im ShinDo erinnern.

Beginn 11:00 Uhr anstatt 10:30 Uhr

Anschließend gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant.
Ihr könnt gerne Freunde und Interessierte mitbringen, die an der Feier teilnehmen wollen.

Mit herzlichen Dharmagrüßen und gefalteten Händen, Jotoku


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Shinran Shonin's 750th memorial - 2011
Yo no naka annon nare -- Möge Friede und Harmonie die ganze Welt durchdringen
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Buddhistische Begegnungsstätte ShinDo // ShinDo Buddhist Center and shrine room
Rev. Jotoku Thomas Moser

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Freitag, 12. November 2010

Dienstag, 9. November 2010

Tannisho Kapitel 12

Übersetzung von: Muneto Sonoda (§1-§7), Takao Aoyama (§8-§12)

[12]
„Wer weder die Sûtren noch deren Auslegungen liest und studiert, dem ist die
Hingeburt ins Reine Land nicht sicher.“- Diese Behauptung ist kaum zu erwähnen.
In den verschiedenen Schriften, die die wahre Bedeutung der Anderen Kraft erklären,
steht, dass man Buddhaschaft erlangt, wenn man dem Grundgelübde vertraut und das
Nembutsu spricht. Welche Studien sollten sonst noch vonnöten sein, um die
Hingeburt zu erreichen?

Wer dies wirklich bezweifelt, sollte auf alle Fälle studieren, damit er die Essenz des Gelübdes kennenlernt. Am erbarmungswürdigsten ist es freilich, wenn einer die wahre Bedeutung der Lehre Buddhas nicht versteht, obwohl er die Sûtren und deren
Auslegungen eifrig liest und studiert.

Das Nembutsu wird der leichte Weg genannt, weil die Namensformel leicht zu
sprechen ist und sich darum für Leute eignet, die keines Schriftzeichens kundig sind
und die auch nicht die Grundlinien der Sûtren und deren Auslegung verstehen. Der
Weg der Heiligen, der hauptsächlich mit Studien zu tun hat, ist der schwierige Weg.
Es gibt wohl ein Schriftzeugnis, das besagt: „Wie sollte jemand im nächsten Leben ins
Reine Land kommen, wenn er auf falsche Weise studiert, weil er nur auf Ruhm und
Gewinn dabei trachtet?“

In dieser Zeit wird die Lehre Buddhas zwischen den Vertretern des Ausschließlichen
Nembutsu und denen des Heiligen Pfades oft zur Debatte gestellt und dann heißt es:
„Die Lehre, auf die ich vertraue, ist überlegen, und die, auf die du vertraust, ist
unterlegen“, woraus Feindschaften und die Verleumdung des Dharma entstehen. Aber
verleumdet man dadurch nicht gerade die eigene Lehre und richtet sie zugrunde?
Auch wenn alle anderen Schulen einstimmig behaupteten: „Das Nembutsu ist nur für
die Unfähigen. Seine Lehre ist seicht und vulgär“, wem sollte es schaden, wenn man
ohne Streit und trotzige Mine darauf antwortete: „Für uns ist diese Lehre die
vortrefflichste, auch wenn sie für Menschen mit guten Anlagen wertlos sein mag.
Denn wir haben gehört und glauben daran, dass auch gewöhnliche Wesen wie wir, die
keine guten Anlagen haben und auch keines Schriftzeichens kundig sind, gerettet
werden, wenn sie dem Grundgelübde vertrauen. Mögen die anderen Lehren auch
besser sein, so sind sie für uns selbst kaum zu praktizieren, da wir nicht die Fähigkeit dazu besitzen. Die Buddhas aber wollen aber, dass alle Menschen dem Kreislauf von Geburt und Tod entrinnen. Darum stört uns nicht daran, das Nembutsu zu sprechen!“

Außerdem gibt es doch das Schriftzeugnis, dass verschiedene Leidenschaften
entstehen, wenn man über Theorien streitet, und dass der Weise sich davon fernhält.
Der selige Meister hat gesagt: „Buddha Shâkyamuni predigte: ‚Es wird Leute geben,
die meiner Lehre vertrauen, und solche, die sie verleumden.’ - Während ich seiner
Lehre vertraue, gibt es auch Menschen, die sie verleumden. Beweist das nicht, dass
Buddha Shâkyamuni recht hatte? Mir scheint darum die Hingeburt ins Reine Land
umso sicherer! Wenn keiner die Lehre irrtümlich verleumden würde, müsste man sich
ja wundern, warum es Menschen gibt, die ihr vertrauen, die Verleumder aber fehlen.
Wenn ich so etwas sage, meine ich nicht, dass die Lehre verleumdet werden müsste.
Ich sage nur, Buddha Shâkyamuni hat vorausgesehen, dass es gläubige Menschen und
Verleumder geben wird, und er hat es gepredigt, um unsere Zweifel zu zerstreuen.“
Heutzutage sieht es oft so aus, als ob man die Schriften bloß studierte, um ihrer
Verleumdung durch die Menschen ein Ende zu setzen, oder als ob man Diskussionen
und Debatten für die Hauptsache hielte. Jedoch, durch Studieren und Lernen noch
tiefer die Absicht des Tathâgata zu begreifen, das große Mitgefühl des Grundgelübdes
zu verstehen und den Leuten, die Zweifel daran hegen, ob geringe Menschen wie sie
überhaupt ins Reine Land kommen können, zu erklären, dass im Grundgelübde von
Gut und Böse, Rein und Unrein gar nicht die Rede ist: das erst ist der Sinn des
gelehrten Lebens! Der ist ein teuflischer Störenfried gegen die Lehre und ein Todfeind Buddhas, der seine Mitmenschen, die spontan das Nembutsu des Grundgelübdes
rezitieren, mit der Bemerkung einschüchtert: „Studiert erst mal!“ Ihm selbst fehlt das Vertrauen auf die Andere Kraft und in seinem Irrtum führt er noch andere in die Irre.

Man sollte voll Respekt sein und sich davor scheuen, den seligen Meister falsch zu
interpretieren. Zugleich sollte man es bedauern, wenn man mit dem Grundgelübde
Buddha Amidas nicht in Einklang steht

Samstag, 6. November 2010


Gongyō (Andachten)Morgenandacht im EKŌ-Tempel

So 6.6., 11.7., 8.8., 5.9., 10.10., 14.11., 12.12., 10-10.30 Uhr

Eine öffentliche Morgenandacht mit einer Rezitation des Shōshinge von Shinran.


Abendandacht am Hausaltar

Jeden Donnerstag (außer in der geschlossenen Zeit) ab 18 Uhr, Priesterwohnung

Die Abendandacht findet vor dem Hausaltar in der ehemaligen Priesterwohnung statt. Es wird rezitiert und aus der "Lehre Buddhas" gelesen. Diese Zusammenkunft soll einenEinblick geben in den privaten alltäglichen Dienst eines Shin-buddhistischen Priesters. Auch Nicht-Shin-Buddhisten sind herzlich willkommen.

Montag, 1. November 2010

Hoonko Seminar in EKO Haus Düsseldorf



Seminar der Gemeinschaft der europäischen Shin-Buddhisten
Einführung in Rennyos Briefe (Gobunshō)


Rennyo Shōnin (1415–1499), das achte Oberhaupt des Hongwanji–Tempels, verfasste Briefe, die für ihre kurze und präzise Darstellung der Shin–buddhistischen Lehre berühmt wurden und noch heute bei Andachten liturgisch verlesen werden. Prof. Matsuo, der den Teilnehmern der letzten beiden Hōonkō–Seminare schon bekannt ist, stellt sechs dieser Briefe in ihren wesentlichen Aussagen vor.

Der Eintritt für die Vorträge ist frei. Gegen ein Entgelt von 15 € kann man am gemeinsamen Mittagessen (1 Mal) und Abendessen (1 Mal) teilnehmen.