Anjin-Do

Anjin-Do

Mittwoch, 25. August 2010

Shin Do Programm August-Dezember 2010



Shin Do Programm August-Dezember 2010

Bitte auch die Sonderankündigungen zu kurzfristig geplanten Veranstaltungen beachten.
Alle Veranstaltungen, Meditationen und buddhistischen Andachten sind öffentlich, der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.
Wichtig: wir bitten alle Teilnehmer fünf Minuten vor Beginn der Andacht im Andachtsraum Platz zu nehmen.

September
Sonntag 5. 9 9:00
Meditation und Andacht
Mittagessen bei Zengaku (Peter Kappelmeier)
<>
Dienstag 14. 9. 19:00
Meditation und Andacht
<>
Oktober
Dienstag 5. 10. 19:00
Meditation und Andacht
<>
Sonntag 10. 10. 9:00
Meditation und Andacht

November
Sonntag 7. 11. 9:00
Meditation und Andacht
<>
Dienstag 16. 11. 19:00
Meditation und Andacht
<>
Sonntag 21. 11. 9:00
Meditation und Andacht
<>
Freitag 26. 11 bis Sonntag 28. 11.
Hoonkofest und Seminar im Eko Haus der japanischen Kultur in Düsseldorf

Dezember
Sonntag 5. 12. 10:30
Gemeinsame Bodhitagfeier Salzburger und Bayerischer Buddhistinnen - und Buddhisten
Anschließend Mittagessen in einem Restaurant
<>
Dienstag 21. 12. 19:00
Meditation und Andacht
-.-
Zentrum für Buddhismus und Dialog der Religionen
Programm Herbst 2010
Die Themen und Referenten werden noch bekannt gegeben
Freitag 17. September 19:00
Freitag 8. Oktober 19:00
Freitag 19. November 19:00

Dienstag, 24. August 2010

EuroShinshu O-Bon im Jikoji Tempel



EuroShinshu O- Bon Treffen im Jikoji Tempel Antwerpen 21/22 August 2010

Liebe Dharmafreunde,

Wie den Meisten bekannt sein dürfte, trafen sich am vergangenen Wochenende Weggefährten aus vier europäischen Nationen im Jikoji Tempel Antwerpen, um gemeinsam das O-Bon Fest zu begehen. Ergänzend zu den Feierlichkeiten hielten wir ein Seminar, in dem die Sangha Mitglieder anhand der SWOT Analyse ihre jeweilige Situation darstellten, um sie anschließend gemeinsam zu diskutierten. Für die belgische Sangha nahmen teil: Lut, Marcus, Greta und Charles, Willy, Luc, Jeannine, Marc, Maik und Rev. Daisho Fons. Die britische Sangha war durch Louella vertreten, die Schweizer Sangha durch Rev. Jerome Ducor und die deutsche Sangha durch Jan Marc, Ilona, Armin, Simon und Frank.

Das Program zu den zwei Tagen war intensiv und wie immer sehr inspirierend und es fand ein reger Austausch statt.

Samstag 21.08.2010
14:00 Uhr Andacht
14:30 Uhr Begrüßung durch Rev. Daisho und Beginn des Treffens
SWOT „Erwecke den Leiter in Dir“
17:30 Uhr Ende des ersten Tages mit anschließendem gemeinsamen Essen

Sonntag 22.08.2010
8:30 Uhr Morgen Andacht – Junirai mit Wasan
9:00 Uhr weitere Darstellungen und Diskussion
Pause
Diskussion und Austausch über die europäische Sangha
12:00 Uhr Ende des zweiten Treffens
12:30 Uhr O- Bon Andacht im Hondo des Jikoji

In diesen beiden Tagen wurden die Stärken und Schwächen der Gemeinschaften dargestellt, analysiert und gemeinsam diskutiert und jeder Beitrag war ein Zeugnis für die Lebendigkeit der einzelnen Gemeinschaften und der internationalen Sangha als Ganzes.

Heute möchte ich mich bei jedem einzelnen Teilnehmer von Herzen bedanken. Denn es hat sich wieder einmal gezeigt, dass unsere Tradition der Jodo Shinshu in Europa durch Menschen vertreten ist, die mit fester Überzeugung und Hingabe den Dharma vermitteln. Wir alle sind verbunden im Nembutsu und sind gemeinsam auf dem Weg als echte Weggefährten, die sich gegenseitig stützen und in Freundschaft eng verbunden sind.

Meine letzten Zeilen gehen an die Sangha des Jikoji Tempels und an Fons Martens, deren Gastfreundschaft weit über das Normale hinausgeht und die es immer wieder schaffen, den Aufenthalt im Jikoji Tempel zu einem besonderen Ereignis zu machen. Von Herzen – Danke!

Mit lieben Dharmagrüßen
In Gassho
Euer Chisho

Dienstag, 17. August 2010

Ullambana Fest in Salzburg

Liebe ShinDo - Sangha Mitglieder und Freunde.

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und wir sollten uns mal wieder zusammensetzen.
Bevor es am 5. September im ShinDo losgeht, feiern wir wie jedes Jahr das Ullambana (O-Bon) Fest in Salzburg, an das ich hiermit erinnern möchte. Wer sich noch nicht angemeldet hat, möge das bitte bald nachholen. Hier eine Kopie des Textes, den Gakuro verschickt hat.
Mit herzlichem Gruß und gefalteten Händen, Jotoku


Anmeldungen für das Ullambana-fest (o-bon) am Samstag
21.8.2010
werden noch entgegengenommen
(gakuro@sbg.at)

Feier im BZ um 11 uhr
Fest im Garten mit Buffet ab 13:00 - open end

Diesmal werden beim Ullambana-fest und Gartenfest
Spenden gesammelt für
das Einzige buddhistische Gymnasium in Europa

es ist eine der wenigen Möglichkeiten in Ungarn, wo Roma-Kinder eine höhere Schulbildfung erwerben können.


<>
Shinran Shonin's 750th memorial - 2011
Yo no naka annon nare -- Möge Friede und Harmonie die ganze Welt durchdringen
<>
Buddhistische Begegnungsstätte ShinDo // ShinDo Buddhist Center and shrine room
Rev. Jotoku Thomas Moser

Yo no naka annon nare

Der fünfzehnte August dieses Jahres ist der 65. Jahrestag des Kriegsendes in Japan, das zugleich das Ende des Zweiten Weltkrieges darstellt. Noch heute sind die Wunden dieses fürchterlichen Krieges nicht verheilt. Während in Deutschland die letzten Kriegsverbrecherprozesse stattfinden, klären sich in Japan erst jetzt die Schicksale vieler japanischer Soldaten auf, die in russischer Gefangenschaft starben. Noch heute sprechen die Opfer der Atombombenabwürfe über ihre Erinnerungen und ihre oft lebenslangen Leiden. Aber die junge Generation von heute ist die letzte, die die Augenzeugen noch direkt befragen kann.

Was können wir lernen? Dass der Krieg als Mittel, um staatliche Ziele durchzusetzen, schrecklich ist. Dass überhaupt der Wunsch, über andere Völker regieren zu wollen, sie in irgendeiner Weise übervorteilen zu wollen, eigennützig ist und schlimmste Folgen nach sich ziehen kann.

Rein äußerlich hat die Menschheit etwas gelernt und die Geschichte hat ein gutes Ende genommen: Aus dem heißen Krieg ist ein kalter geworden, und selbst der kalte Krieg ist längst beigelegt. Aber geht es nicht auch heute noch darum, andere Menschen zu übervorteilen? Herrscht nicht im Stillen ein erbitterter Kampf um Ressourcen und Absatzmärkte? Atmen nicht japanische und deutsche Autobauer auf, wenn ihre amerikanische Konkurrenz Marktanteile verliert – und umgekehrt? Wird nicht an den Universitäten in Japan, Korea und sicherlich auch in Deutschland ein gnadenloses Konkurrenzdenken gelehrt: jeder möchte am Ende eine Stelle bei den großen Konzernen, die die eigentlich Mächtigen in der globalisierten Welt sind. - Ein gespenstisches Rennen hat begonnen, in dem keiner zurückfallen will.

Der Buddhismus setzt diesem kopflosen Gerenne seit alters die Lehre entgegen, dass man das Denken an Sieg und Niederlage aufgeben solle (vgl.: Dhammapada Vers 4 und 5). Er lehrt die Gleichheit (j. byōdō) aller Wesen, die trotz aller karmisch bedingten Ungleichheit besteht.

In den Reinen-Land-Sūtren wird sie symbolisch ausgedrückt: während die „Unreinen Länder“ als Welten vorgestellt werden, in denen es einen Weltberg Sumeru gibt, auf dem - ganz hierarchisch gedacht – je nach Höhenstufe unterschiedlich hohe Gottheiten anzutreffen sind, gibt es einen solchen Berg im „Reinen Land“ nicht (T.270a12). Die Wesen des Reinen Landes sind in diesem Sinne einander gleich.

Die Ungleichheit der Menschen – ihre Verschiedenheit und Einzigartigkeit, um ein schöneres Wort zu gebrauchen – muss man akzeptieren, aber das heißt nicht, dass man es zulassen oder gar fördern sollte, dass der eine den anderen übervorteilt. Die politische Lehre des Weltkriegs ist dies in Bezug auf die Nationalstaaten: kein Land sollte sich zum Herrscher über das andere aufschwingen wollen. Die politische Aufgabe unserer Zeit scheint es hingegen zu sein, dies auf die kleineren Einheiten unterhalb des Staats anzuwenden, denn ein darwinistischer Verdrängungskampf zwischen Konzernen oder gar Privatpersonen wird am Ende auch niemandem nützen. Hierzu ist Nachdenken und Besonnenheit in allen Teilen der Gesellschaft nötig.

In Gasshô,
Euer Marc Nottelmann-Feil.