Anjin-Do

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Montag, 10. November 2008

Bericht aus der Berliner Sangha



von Kogyo Ilona

Die Berliner Sangha trifft sich im Allgemeinen einmal in der Woche.
Unsere Treffen dauern meist zwei bis drei Stunden.
In der ersten halben Stunde sitzen wir in der Küche und unterhalten uns über die vergangene Woche, Shin - Buddhismus in unserem Alltag und über alles Mögliche.
Dann wird es ernst. Wir gehen in mein Wohnzimmer und nehmen für unsere Andacht vor dem Altar Platz. Wir rezitieren am Anfang die dreifache Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha. Zuerst dreimal in japanisch, dann dreimal in deutsch.
Danach sitzen wir 5-10 Minuten schweigend mit geschlossenen Augen vor dem Altar.
Wir singen/ rezitieren eine Hymne, z.B. das Juseige, das Sambutsuge oder das Shoshinge. Danach das Tan - Nembutsu – Eko und das Nembutsu. Lassen dieses dann 5-10 Minuten auf uns wirken. Dann lese ich einen Text vor oder biete eine kleine geführte Meditation an. Die Andacht dauert immer ca. eine halbe Stunde.
In dieser Woche ging es in der geführten Meditation um die Ausstrahlung eines Buddha. Schon in ganz frühen buddhistischen Schriften wird berichtet, dass die Menschen zum Teil Zuflucht zum Buddha genommen haben, bevor sie eine einzige Lehrrede von ihm gehört haben. Sie waren einfach von der Ausstrahlung seiner Persönlichkeit überwältigt. In meiner kleinen Meditation haben wir versucht, uns vorzustellen, wie der Buddha Amida auf uns wirken würde, wenn er als Mensch vor uns stünde. Wie würde er sitzen, stehen, gehen? Wie würde er uns ansehen? Wie wäre sein Gesichtsausdruck, die Haltung seiner Hände usw.
Nach der Andacht haben wir uns wie immer mit Tee und Keksen in die Sitzecke begeben. Wir haben über die geführte Meditation gesprochen, darüber, was jeder von uns dabei erlebt hat. Die Vorstellung des Buddha Amida hat uns alle berührt und wir fühlten uns ihm nahe.
Nicht jede Meditation oder jeder Text kommt so gut bei allen an. Ich höre auch schon mal: damit konnte ich jetzt nicht so viel anfangen. Oder: ich war so müde, ich bin fast eingeschlafen. Oft unterhalten wir uns jedoch lebhaft über unsere jeweiligen Erlebnisse und manchmal wird ein längeres Gespräch daraus.
Wenn nicht, biete ich ein vorbereitetes Thema an, einen kleinen Dharmatalk.
Oder jemand hat Fragen zu einem bestimmten Thema, zur Umsetzung des Dharma im Alltag usw. und daraus entsteht ein abendfüllendes Gespräch.

Freitag, 7. November 2008


Beitrag von Kogyo Ilona

Namu Amida Butsu

Das Nembutsu hallt durch das ganze Universum.
Es gibt kein Gutes, das stärker ist als das Nembutsu.
Es gibt kein Böses, das stärker ist als Nembutsu.

Es gibt ein Herz, das inmitten der Welt schlägt.
Ein Herz voller Mitgefühl, Liebe und Weisheit.

Der Buddha Amida und das Nembutsu
sind immer
ganz in meiner Nähe.
Doch wo bin ich?

Namu Amida Butsu

Samstag, 1. November 2008


Vom 06.Juli 2008

von Rev. Josho A. Cirlea
(frei übersetzt von Shaku Chisho)

„Wenn ich tief über Amidas mitfühlendes Gelübde nachdenke,
erkenne ich, dass es nur für mich getan wurde, Shinran.“

Wenn Du nicht an den Punkt kommst, zu denken, dass die Lehre an Dich persönlich adressiert ist, dann ist alles umsonst.

Behandle den Dharma als ob Shakyamuni, Amida, Shinran, Rennyo und all die anderen Patriarchen direkt zu dir sprechen. Denke sie stehen genau vor Dir und meinen Dich.

Und dies ist nicht nur ein Symbol, sondern die Wahrheit. Erfasse die Lehre als exklusive, intime, freundliche und mütterliche Beziehung zwischen Dir und Amida Buddha.

Er behandelt fühlende Wesen nicht als Nummern, sondern spricht jeden Einzelnen an, sodass seine Beziehung mit Dir ist, wie die Beziehung einer Mutter mit ihrem Kind.

Denke, das Amida Buddha sich an Dein persönliches Leiden wendet, an alle Formen des Leidens, die sich in Deinem Leben zeigen und das er Dich ein für allemal heilen möchte.

Ersetze das Word „Shinran“ mit Deinem eigenen Namen und sage:

„Wenn ich tief über Amidas mitfühlendes Gelübde nachdenke, erkenne ich, dass es nur für mich getan wurde,…“

Namo Amida Butsu