Anjin-Do

Anjin-Do

Sonntag, 31. August 2008

Vier Sensei im ShinDo Bad Reichenhall


Rev. Teramoto - Rev. Ichida - Rev. Sasaki - Rev. Arai
im Jahr 2002
Geachtete Lehrer und Weggefährten, die auch in diesem Jahr auf der Europäischen Konferenz 2008 ihre Verbundenheit und Freundschaft zur deutschen Sangha bestätigt haben. Wir Danken Ihnen von Herzen !
Namo Amida Butsu

15. Europäische Shin Konferenz in Bad Reichenhall


Liebe Freunde und Weggefährten,
in der vergangenen Woche hatten wir unsere 15. Europäische Shinkonferenz in Bad Reichenhall.
Freunde , Dharmalehrer und viele Weggefährten aus Japan, den USA , aus England und Norwegen , aus Rumänien, Brasilien und Ungarn, sowie aus Belgien und Österreich und nicht zuletzt chinesische Freunde, sie alle waren gekommen um an dieser gemeinsamen Konferenz zum Thema, "Möge Friede und Harmonie die ganze Welt durchdringen", teilzunehmen. Eine Woche lang haben wir uns über dieses uns alle bewegende Thema augetauscht und viele Vorträge von den einzelnen Teilnehmer hierzu gehört. Eine der Höhepunkte dieser Konferenz war die Teilnhame seiner Eminenz Shinmon-Samma und seiner Frau. Am Donnerstag erteilte seine Eminenz Shinmon-Samma in einer bewegenden Zermonie zwölf Kandidaten Kikioshiki, was Konfirmation in der Tradition Shinran Shonins bedeutet. Somit hat sich unsere weltweite Sangha wieder um wertvolle Weggefährten erweitert. Durch die wirklich gelungene Organisation von Rev. Thomas Moser, Rev. Fons Martens und Kurt Krammer war diese Konferenz eine schöne Gelegenheit viele Freunde wieder zu sehen, bedeutende Lehrer zu treffen und neue Freundschaften zu schließen. In dieser Woche konnte man Shinrans Geist und dem Buddha Dharma direkt begegnen, was vielen Teilnehmern bestimmt für lange Zeit in lieber Erinnerung bleiben wird.
Eurer Shaku Chisho

Samstag, 23. August 2008

Sofortige Buddhaschaft für gewöhnliche Menschen



Sofortige Buddhaschaft für gewöhnliche Menschen, ohne durch das Bardo zu müssen

von Rev. Josho Adrian Cirlea

Obwohl nicht so bekannt außerhalb Asiens, wie der tibetische Buddhismus, verdient Jodo Shinshu seinen Platz als eine der fortgeschrittensten Lehren im Mahayana. Ich bin ein großer Bewunderer und Freund des tibetischen Buddhismus, mit all seinen vielen Methoden von hochentwickelten und schwierigen Visualisierungen, bis hin zu einfachen, mehr vertrauensvollen und hingebungsvollen Praktiken. Es gibt viele Meister und spirituelle Figuren im tibetischen Buddhismus, in der Vergangenheit sowie heute, die meinem Herzen sehr nahe stehen. Zum Beispiel der Bodhisattva Shabkar (1781 - 1851), Atisha, Patrul Rinpoche, Drubwang Konchok Norbu Rinpoche, Dilgo Khyentse Rinpoche und viele andere, deren Namen ich gerade nicht erinnere. Ich lese oft ihre Lehren über den allgemeinen Buddhismus, die sie niedergeschrieben haben.

Ich weiß, dass es im tibetischen Buddhismus Methoden gibt, die dazu führen schneller zur vollständigen Buddhaschaft zu gelangen, als in den anderen Mahayana Schulen. Manche Methoden, wie Tantra, sind aber schwierig und gefährlich, während andere leicht sind. Zum Beispiel die Praxis zur Erlangung der vollen Erleuchtung im Bardo, nach dem Bardo Thodrol, ein Zwischenzustand zwischen dem Tod und der nächsten Existenz. Durch diese Methode verspricht der Vajrayana Buddhismus, wenn richtig ausgeführt, Erleuchtung nach höchstens 16 Leben oder in einem, zwei, drei Leben oder aber im Bardo selber, wenn man nicht in der Lage ist die Erleuchtung in diesem Leben zu erlangen.

Es ist in der Tat wundervoll, aber wenn ich die Lehre und Praxis von Jodo Shinshu betrachte, fühle ich mich noch glücklicher, denn durch das Vertrauen in Amida Buddha, werde ich höchste und vollständige Erleuchtung im Moment meines Todes erlangen. Nicht im Bardo, wo ich noch immer mit eigener Kraft praktizieren muss und ich die Manifestation meines Karmas und meine Verblendungen erlebe, sondern im Moment meines Todes. Während unerleuchtete, fühlende Wesen den Bardo durchqueren müssen wenn sie sterben, erleben die Praktizierenden des Jodo Shinshu diesen Zwischenzustand nicht. Durch ihr Vertrauen im jetzigen Leben, in die unendliche Kraft Amida Buddhas, werden sie alle umarmt und in Buddhas verwandelt, im Moment ihres Todes und dem Eingang in sein Reines Land.

Das ist aussergewöhnlich! Selbst wenn Du eine Praxis hast und die dazu erforderlichen Anweisungen im Bardo befolgst, kann es immer noch schwierig sein sie zu meistern, weil Ängste, schlechtes Karma, Anhaftung und Verblendung sich in diesem Zustand immer noch manifestieren können. Die Kraft jedes Gedankens und der Illussionen werden im Bardo zehn Mal stärker. Sagen wir, du schaffst es all diese Schwierigkeiten zu überwinden, aber was - wenn nicht? Es besteht immer die Möglichkeit noch Fehler zu machen.

Aber da ist keine Möglichkeit Fehler zu machen ein Buddha im Reinen Land zu werden, wenn man sich auf Amida verlässt, weil es auch nicht den geringsten Funken unseres unperfekten Tuns der eigenen Kraft in diesem Prozess gibt. Unter all den Buddhas, machte Amida das größte Gelübde, welches die vollständige Buddhaschaft im Reinen Land all jenen gewöhnlichen Wesen verspricht, die sich Ihm anvertrauen, seinen Namen rezitieren und sich nach der Hingeburt ins Reine Land sehnen. (dreifältiges Shinjin) Weil dies das Versprechen eines Buddha ist, können wir nicht daran zweifeln. Wie Meister Shinran erklärt, Jene die sich ganz auf Amida verlassen, werden direkt nach ihrem Tod ins Reine Land geboren. Dort werden sie sofort vollständige Buddhaschaft erlangen und allen Wesen nach ihren erleuchteten Fähigkeiten nützlich sein. Wir sterben, werden ins Reine Land geboren, werden höchste Buddhas and kehren in die drei Welten zurück, um allen fühlenden Wesen zu helfen. Das war´s - kein Bardo, keine weiteren Schwierigkeiten sind zu überwinden.

So, wie ihr sehen könnt, ist die Methode des vollständigen Vertrauens in Amida Buddha, welches die Rezitation seines Namens bedeutet, die sicherste, einfachste und die schnellste Methode unsere Sehnsucht nach der eigenen Befreiung und der Befreiung anderer zu erreichen. (Bodhi Geist) Keine Visualisierung ist nötig, nicht die geringste Fähigkeit und keine eigenen Verdienste. Dies ist die einzige Möglichkeit für gewöhnliche Menschen, behaftet mit schwerem Karma und unfähig jeder wahren Praxis, Buddhas zu werden. Diese Methode ist so einfach, das sie fast in Vergessenheit geriet und niemand mehr daran dachte. Es ist so einfach, dass es fast nicht zu glauben ist. Doch nichts destoweniger ist es eine Methode, die Shakyamuni in den Reinen Land Sutras gelehrt hat, worin er selber sagte, wie schwierig es ist dies zu glauben.

Wir können sicherlich annehmen das dies die einfachste Methode für gewöhnliche Wesen ist, unter allen buddhistischen Methoden, selbst schneller als die Vajrayana Methode, die alle zum gleichen Ziel führen, ein vollständiger Buddha zu werden und immer aktiv zu sein, alle Wesen zu retten. Und es ist die sicherste Methode, weil es kein Zurückfallen ins Samsara gibt. Der Jodo Shin Shu Praktizierende ist sich seiner Buddhaschaft im Reinen Land sicher, in dem einen Moment, wo er sich Amida anvertraut. Dadurch erhält er die unendlichen Verdienste und Tugenden Amidas und tritt ein in den Zustand der Nichtwiederkehr, während er ein gewöhnlicher Mensch bleibt. In dem Moment wo er das Vertrauen in Amida erhält, wird er von Amida getragen. Wie ein Kind, dass an der Mutters Brust durch den Fluß getragen wird. Nichts kann es aus dieser Umarmung lösen.

Das ist Jodo Shinshu

Das Wort "gewöhnliche fühlende Wesen" ist im Jodo ShinShu sehr wichtig. Leute werden sagen, das auch andere buddhistische Methoden einfache Praktiken haben, um Buddhaschaft zu erlangen. Ja, das mag stimmen, aber es kommt darauf an, was man unter "einfach" versteht. Jodo Shinshu erwartet gar nichts vom Praktizierenden, - keine Verdienste, keine Tugenden, keine besonderen Fähigkeiten, nichts - um Buddhaschaft zu erlangen. Vertrauen in Amida Buddha ist in der Tat die einzige Methode für gewöhnliche Menschen, die keine besonderen Fähigkeiten haben.

frei übersetzt v. Shaku Chisho

Dienstag, 12. August 2008

Der Buddha Amida und Buddha Shakyamuni

deutsche Übersetzung von J.M.Nottelmann

Vom Buddha Shâkyamuni kennen wir viele historische Fakten. Er wurde in unsere Welt geboren, übte asketische Praktiken, erlangte Erleuchtung und wurde zum Buddha. Danach verbreitete er den Dharma. Im Alter von achtzig Jahren ging er ins Nirwana ein. Offensichtlich wurde Shâkyamuni als ein Mensch in unsere Welt geboren, nicht anders als wir auch. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass er nichtsdestotrotz in dieser Welt das Erwachen erlangte und Buddha wurde. Seine physische Form ist bekannt als Nirmanakâya (wörtlich: Verwandlungskörper). Mit anderen Worten: vom höchsten Standpunkt aus betrachtet ist ein Buddha imstande, sich in unzähligen Formen zu manifestieren, um sich den unterschiedlichen Erfordernissen der Wesen anzupassen. Also sagt man vom Buddha Shâkyamuni, dass er einen Nirmanakâya gehabt habe. Beim Erwachen erkannte der Buddha den Buddha-Dharma, der die letzte Wirklichkeit des Lebens ist. Buddha Shâkyamuni erklärte mit Nachdruck, dass der Dharma von ihm keineswegs auf willkürliche Weise geschaffen wurde. Der Dharma -d.h. die Gesetzmäßigkeit der Welt - hat immer existiert und wird immer existieren, unabhängig davon, ob ein Buddha in diese Welt geboren wird oder nicht. Alles, was Buddha Shâkyamuni tat, war, diesen Dharma in Erfahrung zu bringen, um ihn zum Wohle der anderen weiterzugeben. Was Shâkyamuni erlaubte, Buddha zu werden, ist die Wirklichkeit des Dharma. Diese wird als Dharmakâya (wörtl. Dharmakörper) bezeichnet, welche der Körper der letzten Realität und der tranzendenten Wahrheit ist. Er ist jenseits von Raum und Zeit, aber durchaus immanent in dieser Welt. Von unserer begrenzten menschlichen Perspektive können wir vom Buddha Shâkyamuni in derselben Weise sprechen, wie wir von irgendeiner anderen Person sprechen. Aber, obwohl er uns in jeder Hinsicht gleich war, änderte sich seine Seinweise im Universum, nachdem er die Befreiung erlangt hatte. Fühlende Wesen, die der falschen Wahrnehmung von sich selbst anhängen, werden, wenn sie menschliche Form haben, Menschen genannt. Aber wenn einer nicht mehr diese falsche Wahrnehmung von sich selbst hat, wie können wir dann seine Form beschreiben? Da er nun Befreiung in einer sehr realen Weise erfährt, ist seine Form eine Aktualisierung des Höchsten, d.h. des Dharmakâya, in physischer Form. Im Buddhismus wird dies als der "Verwandlungskörper" bezeichnet. Infolgedessen erschien Shâkyamuni als ein Muni, ein Mönch, ein Seher - überlebensgroß und demonstrierte er übernatürliche Fähigkeiten, womit er seine Vorstellung von Veränderung illustrierte. Shinran Shônins Bemerkungen über den Dharmakâya stimmen gut überein mit den Hauptentwicklungen dieser Theorie des Mahâyâna-Gedankens. Er schreibt im Kyôgyô shinshô (II, 84): "Im Ausdruck "Ozean des Einen Fahrzeugs", bedeutet "das Eine Fahrzeug" das Große Fahrzeug (Mahâyâna). Das Große Fahrzeug ist das Buddhafahrzeug. Das Eine Fahrzeug zu verwirklichen bedeutet die höchste, perfekte Erleuchtung (anuttara samyak sambodhi) zu verwirklichen. Die höchste, perfekte Erleuchtung ist nichts anderes als der Bereich (wörtl. die Welt) des Nirwana. Der Bereich des Nirwana ist der höchste Dharma-Körper. Den höchsten Dharma-Körper zu erreichen, bedeutet, dass man das letzte Ende des Einen Fahrzeugs erlangt. Es gibt keinen anderen Tathâgata, es gibt keinen anderen Dharma-Körper. Der Tathâgata selbst ist der Dharma-Körper." (JSS I, S.194) Wie wir oben gesehen haben, stellt Shinran fest, wie der Tathâgata als Dharmakâya verstanden wird. Vom Tathâgata zu sprechen, ist dasselbe, wie wenn man vom Dharmakâya spricht, der Unterschied besteht nur in der beschreibenden Metapher. Wir benutzen das Wort "Tathâgata", wenn wir uns auf den Dharmakâya in einer symbolischen Form wie Amithâbha oder Shâkyamuni beziehen. In seinen Schriften bezeichnet Shinran vom höchsten Standpunkt aus den Tathâgata oder Buddha als Dharma-Körper. Der Dharmakâya als Licht oder mentaler Körper, der vom spirituell Fortgeschrittenen wahrgenommen wird, ist der Sambhogakâya. Die sich wandelnde "körperliche Form des Dharmakâya wie im Falle Shâkyamunis ist der Nirmanakâya. Von diesem Standpunkt aus ist es vernünftig zu sagen, Shâkyamuni ist eine gegenwärtige Form (actualization) des Buddha Amitâbha. Da wir "unachtsam sind und voll von blinden Leidenschaften", kann unser menschlicher Geist und unser menschliches Herz den Dharma-Körper nicht unmittelbar erkennen. Aber nach Shinran wirkt dieser Dharma-Körper, der weder "Farbe noch Form" hat, in einem gewissen Sinne unaufhörlich in dieser Welt der Verblendung. In der Zeit, in der er in Kontakt mit den Menschen kam, wurde er der Buddha, der alle fühlenden Wesen auf der Welt befreit: Buddha Amida. Dieser ist bekannt als Sambhogakâya (wörtlich: Belohnungskörper), welcher der Körper des Glücks und Ruhmes ist: ein Körper als Belohnung für die Erfüllung der Gelübde und verdienstvollen Taten. Dieser Körper hat keine physische Form, sondern er existiert als eine Art "Lichtkörper" oder "geistiger Körper". Amida hat alle drei Körper, aber seine charakteristischen Merkmale sind jene des Sambhogakâya Buddha. Mit anderen Worten ist Buddha Shâkyamuni die historische Persönlichkeit, die die spirituelle Lehre von der Befreiung durch den Buddha Amida begründet hat und uns dahin brachte, das Grundgelübde jenes Buddhas zu erfahren. Amida steht für die letzte Wirklichkeit jenseits von Raum und Zeit. Als Bodhisattva gelobte er nicht allein die Buddhaschaft zu erlangen, sondern in seinem großen Mitgefühl auch, alle Wesen zu befreien. Shinran verehrte Shâkyamuni als den menschlichen Zugang zur Lehre Amidas.

Freitag, 8. August 2008

Juseige



Verse zur Bekräftigung des Gelübdes

Übersetzung von J.M. Nottelmann


1. Ich habe das die Welt überschreitende Gelübde abgelegt

Und sicherlich werde ich den unübertrefflichen Weg erreichen/

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt sein, so gelobe ich,

nicht die vollkommene Erleuchtung zu verwirklichen.


2. Sollte ich für unermessliche Kalpas

nicht ein großer Wundertäter werden/

und überall die Armen und Leidenden retten,

so gelobe ich, nicht die vollkommende Erleuchtung

zu verwirklichen.


3. Wenn ich den Weg des Buddha vollende,

so soll mein Name überall in den zehn Richtungen

gehört werden./ Sollte er im letzten Winkel nicht gehört

werden, so gelobe ich, nicht die vollkommene

Erleuchtung zu verwirklichen.


4. Frei von Begierden, tief in rechter Achtsamkeit

und voll reiner Weisheit werde ich den Brahmaweg üben./

Ich möchte den unübertrefflichen Weg suchen und

Lehrer der Götter und Menschen werden.


5. Mit göttlicher Kraft werde ich großes Licht aussenden,

das überall und ohne Grenzen die Welten durchstrahlt./

Es wird die Dunkelheit der drei Befleckungen vertreiben

und die Nöte der Wesen erhellend überwinden.


6. Wenn sich das auge dieser Weisheit öffnet,

verschwindet das Dunkel jener Blindheit./

Verschlossen sind die schlechten Wege,

das Tor der guten Wanderungen ist erreicht.


7. Wenn meine verdienstvollen Taten vollendet sind,

werde ich majestätisch die zehn Richtungen erhellen./

der Glanz der Sonne und Mond ist dagegen trüb.

Das Licht des Himmels versteckt und unscheinbar.


8. Ich werde für die Wesen den Speicher des Dharma öffnen,

und überallhin verschenken den Schatz der Verdienste./

Stets inmitten einer großen Menge werde ich

den Dharma lehren und den Löwenruf erschallen lassen.


9. Ich werde alle Buddhas verehren und die Wurzeln

der Verdienste vervollkommnen./

Ist das Gelübde erfüllt und die Weisheit vollendet,

werde ich ein Held der drei Welten sein.


10. Wie Du, o Buddha, unbeschränkt an Weisheit bist,

werde ich sein, nichts bleibe unerhellt./

ich gelobe, dass ich in der kraft der Verdienste und Weisheit,

Dir gleichkommen werde, o unübertrefflich Erhabener!


11. Wenn dieses Gelübde vollbracht ist,

möge die große Tausenderwelt erzittern/

und alle Gottheiten im Raum

Mögen seltene und wunderbare Blüten

regnen lassen.


Donnerstag, 7. August 2008

Ein Licht



Oh Amida, Du bist der Buddha des grenzenlosen Lichts,
denn Dein Lichterglanz durchdringt die Welten und umarmt
die Wesen ohne Zahl. Möge Dein grenzenloses Mitgefühl
und Deine heilige Gelübdekraft die Herzen aller Wesen
berühren, auf das sie in Freiheit und in Frieden
miteinander leben, wo immer sie auch seien.

Namo Amida Butsu Namo Amida Butsu

In Gassho
Shaku Chisho

Mittwoch, 6. August 2008

Kein Alkohol

Liebe Weggefährten,

im fünften Sila heißt es, wir sollen keine geisttrübende Mittel zu uns nehmen.Der Buddha verstand darunter den Alkohol und Drogen. Nun, in allen Traditionen des Buddhismus wird dieses Sila immer wieder diskutiert und viele fragen sich, wieviel Alkohol denn ok ist oder ob man wirklich auf jeden Alkoholgenuß verzichten muß. Ist das eine Glas Wein oder das Bierchen am Abend wirklich so schlecht?

Halten wir uns vor Augen, das die Silas keine Verbote sind und der Buddha den Dharma sehr prakmatisch erklärt und ausgelegt hat. Alle seine Lehrreden wollte er als Wegweiser verstanden wissen, Wegweiser hin zu dem, was er selber erreicht hatte. Ob wir diesen Wegweisern folgen oder nicht, hat der Buddha uns selber überlassen. Jeder ist für sein Handeln und Tun verantwortlich und das Gesetz von Ursache und Wirkung wirkt immer unpersönlich.

Ich denke, dass wir alle wissen, wie der Alkohol und Drogen die Persönlichkeit verändern können. In unserer Strafgesetzgebung gibt es die Möglichkeit zu sagen, dass ein Mensch aufgrund von Alkoholkonsum nicht zurechnungsfähig war. Diese Möglichkeit gibt es beim Karma nicht. Somit empfahl der Buddha, den bereits ohnehin verblendeten Geist nicht noch mehr zu verwirren und die Gefahr zu erkennen, die der Konsum von Alkohol und Drogen mit sich bringt.

Wenn man ein Feuer legt, wird es brennen! Ob man es im Rausch entzündet oder ob man nüchtern ist. Brennen wird es auf jeden Fall! Wieviel Risiko der Einzelne bereit ist dabei einzugehen, darüber hat der Buddha nichts gesagt.

In Gassho
Shaku Chisho

Freitag, 1. August 2008

Rechte Rede


Liebe Dharmafreunde,

ein Sprichwort sagt:

Wer Dir vom Nachbarn böses spricht,
erfreut durch Witz, doch trau ihm nicht,
denn glaubst Du, er würde über Jeden,
nur über Dich nichts Schlechtes reden?

Der Buddha hat uns die „Rechte Rede“ sehr empfohlen, denn diese Tugendregel ist sicher die am meisten gebrochene Regel und häufig fällt es uns nicht einmal auf. Oft ist der Mund schneller, als unser Geist und häufig liegt das nur daran, dass wir uns behaupten wollen.
In Zeiten, wo wir nicht mehr mit Keulen aufeinander losgehen, haben wir gelernt die Sprache zu benutzen und wer kennt nicht das Beispiel von den Worten die wie Pfeile sind. Worte können beschämen, verleugnen, verletzen und manchmal sogar töten. Meistens sind unsere Worte Ausdruck unserer eigenen Befindlichkeit, unserer Launen, Ansichten und Meinungen und wir sind darauf bedacht, dass die Anderen zu hören bekommen, was wir zu sagen haben.

Bei so Manchem geht Dies soweit, dass es Ihnen schwer fällt anderen zuzuhören, weil sie dann eine kurze Zeit schweigen müssten und selbst nichts zum Besten geben können.
Nun will ich ja nicht behaupten, dass wir den ganzen Tag herumlaufen und schlechte Rede betreiben. Sicherlich haben wir auch jede Menge schöne und angenehme Dinge zu sagen, solange man mit uns einer Meinung ist, unsere Ansichten teilt und man ein gemeinsames Thema hat über das man sich einig ist. Ihr werdet merken, dass es doch wieder auf das bereits Erwähnte hinaus läuft. Weil wir nicht erleuchtete Wesen sind, schlagen wir uns mit unserem Karma und unserem Ego herum. Unser Ego hat die natürliche Tendenz sich behaupten zu wollen und unser Karma mag vorgeben, wie stark wir Dies tun. Und wieder - als Buddhisten sollten wir uns davor hüten, allzu leichtfertig mit Worten umzugehen. Der Buddha empfahl sogar, wenn man nichts Heilsames zu sagen habe, solle man besser schweigen.

Nun, wir alle wissen, dass uns Dies kaum gelingen wird. Wie leicht tappen wir in die Fallen von: „Hast Du schon das Neueste gehört…?“ - „ Dem müsste man mal die Meinung sagen…!“ – Da hat die doch schon wieder…!“ - und so weiter und so fort! Also, was kann man tun, um diese Fallen zu umgehen? Man kann sich einmal fragen, wie man es für sich selber gerne hätte! Würden wir es gerne haben, wenn man negativ über uns spricht? Würden wir gerne als Trottel oder vielleicht als noch etwas Schlimmeres bezeichnet werden? Würden wir es wollen, wenn man sich über unsere Beziehungen auslässt oder man vielleicht unsere Vorgehensweisen kritisiert? Natürlich nicht !! Also, was Du nicht willst was man Dir tu…..!- „Wie man in den Wald hineinruft…..! Oder um es mit den Worten des Buddha zu sagen: Tue das Heilsame und vermeide das Unheilsame – für Dich selber und für die Anderen. Rechte oder heilsame Rede ist erlernbar und nicht selten nur eine Frage der Übung. Wir haben genug Übung in der Ausübung des Gegenteils. Warum nicht einmal etwas anderes versuchen?

In Gassho
Shaku Chisho